Kommentar zum dritten Geschlecht: Auswirkunge...
Kommentar zum dritten Geschlecht

Auswirkungen gelassen erkunden

Die Gesellschaft ist im Wandel. Daraus ergeben sich neue Regeln für das Zusammenleben.

Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber angewiesen, intergeschlechtlichen Menschen eine eigene Bezeichnung zu ermöglichen. Mit „divers“ soll darum künftig benannt werden, wer sich weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlt. Bei Stellenanzeigen wird das bereits praktiziert: (m/w/d) heißt das dort. Grundsätzlich gilt: Wir alle sollten die Auswirkungen, die die Einführung des dritten Geschlechts auf unsere Lebens- und Arbeitswelt hat, nach und nach erkunden, akzeptieren und dann entsprechende Veränderungen vornehmen. Das betrifft Dinge wie das korrekte Anschreiben, öffentliche Sanitärräume oder Dresscodes. Dabei ist es wichtig, gelassen zu bleiben. Die „Diversen“ und die Verfechter der Sache sollten nicht gleich mit Klagen drohen, wenn Dinge nicht schnell oder perfekt umgesetzt werden. Und die Skeptiker sollten sich zurückhalten mit allzu harschen Urteilen über vermeintliche Auswüchse des Wandels.
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