Böhmische Neueröffnung: Auf ein Neues mit Gul...
Böhmische Neueröffnung

Auf ein Neues mit Gulasch und Knödel

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Pirnas Oberbürgermeister Hans-Peter Hanke hat den Gastronomen Josef Micek für das Restaurant Marieneck begeistert. Demnächst startet das Soft Opening als böhmisches Restaurace Babička.
Pirnas Oberbürgermeister Hans-Peter Hanke hat den Gastronomen Josef Micek für das Restaurant Marieneck begeistert. Demnächst startet das Soft Opening als böhmisches Restaurace Babička.

Vor zehn Jahren öffnete das Wirtshaus Marieneck als eines der letzten Sanierungsobjekte am Markt wieder in seiner Funktion als ältestes Wirtshaus der Stadt Pirna. Eine Elbeflut im Jahr nach der Wiederinbetriebnahme, Wechsel der Betreiber und nicht zuletzt Corona-Sanktionen sorgten dafür, dass nichts mehr lief, wie geplant. Josef Micek wagt nun den Neustart.

Auf der Suche nach einem neuen Pächter machte sich Pirnas Oberbürgermeister Hans-Peter Hanke stark für eine Gastronomie mit tschechisch-böhmischer Küche und teilte dies auch dem Vermieter des Marienecks mit. Hankes Wunsch wurde erfüllt: Unter neuem Namen startet Josef Micek sein Restaurace Babička am Pirnaer Markt mit rund 180 Sitzplätzen. „Am 15. Oktober steigt unsere große Eröffnung“, kündet Micek an.

Bis dahin sollen noch die komplette Küche an die Anforderungen des zukünftigen Köche-Teams angepasst, Malerarbeiten beendet, WLAN installiert und eine neue Zapfanlage aus Tschechien eingebaut werden. „Der Zapfhahn ist wichtig, denn bei uns wird einiges aus dem Fass kommen, zum Beispiel Pilsner Urquell, Krušovice Hell und Dunkel und Budweiser. Speziell für Pirna wird es ein Babička Rotgold geben“, verrät Micek vorab.

Dass der Tscheche nach Pirna kam, war eher Zufall. Er hatte 1999 in Dresden angefangen zu arbeiten und ist immer wieder über die A17 an Pirna vorbeigefahren. Heute betreibt er neben dem Restaurant in Pirna noch „Hurvinek“ und „Schwejk“ in Dresden. Als 2019 die Anfrage kam, für die Tschechischen Kulturtage ein spezielles Catering in Pirna anzubieten, sagte er zu. „Ich durfte dann hier im Marieneck unsere Küche verkosten lassen. Zum damaligen Pächter sagte ich, dass er ein großartiges Haus hätte ... Jetzt stehe ich dank mehrerer Umstände wieder hier und bin der Betreiber“, so Micek weiter.

Haus mit Traditionen

Napoleon übernachtete übrigens 1813 mehrmals im Marieneck, aber bereits 1805 steuerte er vom heute zu Tschechien gehörenden Hügel Žuráň aus seine Truppenbewegungen zur Schlacht bei Austerlitz. Doch nicht nur das verbindet Pirna mit Tschechien. Hier gibt es auch das einzige bilinguale deutsch-tschechische Gymnasium Sachsens und dass die böhmische Küche der sächsischen  ähnelt, ist auch hinreichend bekannt. Pirnas Oberbürgermeister Hans-Peter Hanke. „Wir haben so viele ausländische Küchen in der Stadt, nur die tschechisch-böhmische fehlte noch.“

Den Anfang plant Micek mit einem Soft-Opening: „Wenn die Küche besetzt ist, die ersten Kellner mit dem Kassensystem umgehen können und der Zapfhahn funktioniert, schließen wir die Türen auf und lassen die ersten Gäste hinein. Bei einer kleinen Karte können sich dann alle mit den Arbeitsabläufen aufeinander einspielen und ab 15. Oktober Vollgas geben.“

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