Südtirol: Rolle rückwärts nach früher Öffnung
Südtirol

Rolle rückwärts nach früher Öffnung

PIxabay/Michael Hohl
Gähnende Leere: Südtirol muss seine Strategie korrigieren und hat sich bei extrem hohen Corona-Neuinfektionszahlen einen Shutdown verordnet.
Gähnende Leere: Südtirol muss seine Strategie korrigieren und hat sich bei extrem hohen Corona-Neuinfektionszahlen einen Shutdown verordnet.

Am 7. Janaur preschte Südtirol mit einer Gastro-Öffnung unter strengen Infektionsschutz-Auflagen voran. Nun muss die Region zurückrudern. Mit einem Inzidenzwert über 700 folgt den Lockerungen ein harter, dreiwöchiger Shutdown. Auch Österreich lässt Restaurants und Hotels noch geschlossen.

Der Lockdown von Geschäften und Gastronomie war in Südtirol Anfang Januar beendet worden. Nun folgt der Shutdown bis zum 28. Februar. Geschlossen werden in Südtirol Geschäfte, Hotels, Bars und Restaurants. Die Menschen dürfen ihre Gemeinden nicht verlassen. Das Personal in Fabriken sowie Handwerksbetriebe müssen einmal wöchentlich auf Corona testen. Auch die Schüler müssen weiter aus der Ferne lernen. Die 7-Tage-Inzidenz von 763 auf 100.000 Einwohner soll nun möglichst schnell wieder sinken. 

Österreichs Gastgewerbe bleibt außen vor

Österreich hatte für diese Woche erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen geplant. So sollen der Einzelhandel und Friseure wieder öffnen dürfen. Schulen starten mit einem Schichtsystem. Die Gastronomie muss jedoch weiter Geduld aufbringen. Insgesamt werden parallel zur teilweisen Öffnung verschärfte Hygienemaßnahmen verhängt. Nahezu überall ist es Pflicht, eine besonders schützende FFP2-Maske zu tragen. Für Dienstleistungen wie etwa Friseurbesuche wird die Vorlage eines negativen Corona-Tests vorgeschrieben, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Dafür wurde das Angebot für kostenlose Testungen auf fast 1.000 Stationen ausgebaut. Der 7-Tage-Inzidenzwert wird in Österreich mit 1.337 angegeben. Schulen öffnen in einem Schichtsystem.

"Quarantäne" für Tirol

Ein Sonderfall ist die Situation in Tirol. Die österreichische Bundesregierung hat am Montag eine Reisewarnung für das Bundesland an der Grenze zu Bayern verhängt. Die Rede ist von einer "Sperrzone". Zuletzt war es dort zu einer starken Ausbreitung der südafrikanischen Corona-Mutation gekommen. Laut einem Appell des österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz sind alle nicht notwendigen Reisen nach Tirol zu unterlassen. Urlauber, die sich dort in den vergangenen zwei Wochen aufgehalten haben, sind gehalten, einen Corona-Test zu machen.
 Reisende aus Tirol sollen sich vor der Fahrt in ein anderes Bundesland ebenfalls testen lassen. Frauke Brodkorb-Kettenbach

Dieser Text erschien zuerst auf www.food-service.de.

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