Coronakrise: Gastronomen-Initiative Leere Stü...
Coronakrise

Gastronomen-Initiative Leere Stühle fordert Regierung zum Handeln auf

Initiative Leere Stühle
Initiative Leere Stühle: Gastronomen zeigen Kante
Initiative Leere Stühle: Gastronomen zeigen Kante

Das Aktionsbündnis wiederholt seine Forderung an Kanzlerin Merkel und die Länderchefs. Sprecherin Kathleen Parma: "Wir fordern die sofortige Auszahlung der Hilfen!"

Rund um die Finanzhilfen für Handel, Dienstleister und Gastgewerbe wächst der Verdruss. "Seit dem Beginn des Lockdowns wurden kaum mehr nennenswerte Umsätze generiert, versprochene Hilfen, wie bereits am 5. November von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zugesagt, bleiben aus oder landen nur spärlich auf den Konten der betroffenen Unternehmen", so Kathleen Parma von der Initiative Leere Stühle.

Wut und Verzweiflung seien groß, nicht jeder habe Rücklagen. Gerade kleinere Familienbetriebe hätten bereits beim ersten Lockdown sämtliche Mittel eingebracht, um das Jahr 2020 zu überstehen. Die ausbleibenden Hilfen brächten viele Gastronomen und Hoteliers an den Rand der Existenz.
„Jeder muss sich an die rechtlichen Möglichkeiten halten.“
Kathleen Parma

Vor diesem Hintergrund zeigt die Initiativ durchaus Verständnis für die Aktion eines Krefelder Kosmetikers, der unter dem Hashtag "wirmachenauf" für die Woche den Restart plant - und auch andere dazu aufruft. Allerdings mahnt Kathleen Parma: "Jeder muss sich an die rechtlichen Möglichkeiten halten. Eine illegale Öffnung bringt nur Ärger - und kostet Geld und im schlimmsten Fall die Gewerbegenehmigung."

Die Initiative Leere Stühle erneuert ihre Forderungen an die Politik. Die zugesagten Hilfsgelder sollten nun schnellstmöglich fließen - und Strategien zur Wiederöffnung erarbeitet werden. Dabei gehe es um Öffnungszenarien, die Inzidenzwerte beinhalten, die digitale Kontaktnachverfolgung und die Einführung von Lösungen zur Digitalisierung der Gesundheitsämter. Mit der App pass4all, die bereits seit September über die PlayStores verfügbar ist, sei seitens der Gastronomie eine praxistaugliche Lösung geschaffen worden.

Bereits mit dem ersten Lockdown habe die Gastronomie zudem in Hygienemaßnahme kräftig investiert. So wurden Lüftungsanlagen und Plexisglaswände eingebaut, Tischabstände vergrößert und Abläufe optimiert. Restaurants seien sichere Orte. Kathleen Parma: "Wir sind nicht das Problem, wir sind die Lösung!"

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