Coronavirus: Klarsichtmasken nicht mehr zuläs...
Coronavirus

Klarsichtmasken nicht mehr zulässig

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Die sichere Wahl: Wer dem Gast ein Lächeln zeigen will, muss künftig wieder auf solche oder ähnliche Masken zurückgreifen.
Die sichere Wahl: Wer dem Gast ein Lächeln zeigen will, muss künftig wieder auf solche oder ähnliche Masken zurückgreifen.

Sie sollte dem Service in Corona-Zeiten wieder ein Gesicht geben: die Maske aus transparentem Kunststoff, meist aus PET. Doch leider war der Mund-Nasen-Bedeckung, hinter der der Gast das Lächeln des Mitarbeiters sehen konnte, nur ein kurzes Leben im Gastgewerbe vergönnt. Wie der Dehoga Bayern informiert, sind diese Masken künftig nicht mehr zugelassen.

Dies wurde dem Verband vom Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage mitgeteilt. Vor einigen Monaten noch hatte das Ministerium diese Klarsichtmasken, die nicht mit den Gesichtsschildern oder Visieren zu verwechseln sind, als tauglich eingestuft. Doch mittlerweile wisse man mehr über die Verbreitungswege des Coronavirus und müsse diese Auffassung zurücknehmen.

Hier ein Auszug aus der Begründung im Wortlaut: „Neben dem direkten Schutz gegen Tröpfchen muss auch eine Reduzierung von Aerosolen gewährleistet sein. Aerosole werden nicht nur beim Sprechen, sondern auch schon beim Atmen freigesetzt. Da sie deutlich kleiner als Tröpfchen sind, ist es besonders wichtig, dass die Mund-Nasen-Bedeckung dicht an der Haut anliegt, um auch eine Freisetzung an der Seite oder nach unten zu minimieren. Deshalb ist eine Mund-Nasen-Bedeckung eine an den Seiten enganliegende, Mund und Nase bedeckende textile Barriere, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, eine Ausbreitung sowohl von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln als auch von Aerosolen durch Atmen, Husten, Niesen und Aussprache zu verringern, unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie.“

Enganliegender textiler Schutz ist Pflicht

Die infektionsschutzrechtlichen Anforderungen an eine zulässige Mund-Nasen-Bedeckung werde daher insofern präzisiert, als „zur Reduzierung von Aerosolen nur eine enganliegende, den Mund und die Nase bedeckende textile Barriere als Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden sollte.“ Diese Neubewertung stehe im vollen Einklang mit den arbeitsschutzrechtlichen Vorgaben. Und das Ministerium kommt zu dem Schluss, dass „Klarsichtmasken aus Kunststoff, auch wenn sie eng anliegen, diese Vorgaben an eine Mund-Nasen-Bedeckung regelmäßig nicht erfüllen und den Visieren damit quasi gleichgestellt sind."

Das bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege schließe sich dieser Bewertung ausdrücklich an. Zudem entspreche sie der Haltung des Robert Koch Instituts (RKI),  so das Gesundheitsministerium.

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