Dehoga-Umfrage: Die Branche ist noch unter Vo...
Dehoga-Umfrage

Die Branche ist noch unter Vorkrisenniveau

IMAGO / Shotshop
Umsätze: Die Branche hat sich noch nicht komplett erholt
Umsätze: Die Branche hat sich noch nicht komplett erholt

Es werde noch eine Weile dauern, bis die verheerenden Folgen der Krise mit monatelangem Lockdown überwunden seien, so Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Laut einer aktuellen Umfrage des Dehoga Bundesverbands setzten Hotels und Restaurants im September 5,3 Prozent weniger um als im Vorkrisenjahr 2019. Damit haben sich die Umsatzverluste der Branche etwas abgeschwächt. Gleichzeitig meldeten die Betriebe mit überwiegend touristischen Umsätzen positive Zahlen. Sie berichten wie bereits im August von Umsatzzuwächsen und zwar im September in Höhe von 4,0 Prozent (August +3,0 Prozent) gegenüber dem September des Jahres 2019.

„Der Trend zum Kurzurlaub und Urlaub in der Heimat hält an“, so Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Viele Menschen hätten Deutschland als Reiseland neu entdeckt. Auch die Lust auf Ausgehen und geselligem Zusammensein sei groß. Erhebliche Umsatzausfälle beklagten jedoch noch die Business- und Tagungshotels, Eventcaterer sowie Clubs und Diskotheken. Es werde noch eine Weile dauern, bis die Folgen der Krise überwunden seien, so Zöllick.

Erschwerend hinzu kommt der Personalmangel. „Es ist eine Riesenherausforderung für die Betriebe, geeignete Mitarbeiter zu finden“, sagte Zöllick. Wie aus der aktuellen Umfrage hervorgeht, stellt der Fachkräftemangel für fast 80 Prozent (79,6 Prozent) der Betriebe ein Problem dar. Auf das fehlende Personal reagieren die Betriebe mit Anpassungen der Speisenkarte (56,1 Prozent), mit einer höheren Bezahlung (54,1 Prozent), mit zusätzlichen Ruhetagen (51,9 Prozent), mit der Einstellung mehr un- und angelernter Mitarbeiter (43,7 Prozent) sowie mit Änderungen bei den Arbeitszeitmodellen (37,8 Prozent) und bei der Organisationsstruktur (34,1 Prozent).

Mit Sorge sehen gastgewerbliche Unternehmer die angekündigte Erhöhung des Mindestlohns. „Eine sprunghafte Anhebung des Mindestlohns von 12 Euro ab 2022 würde direkte Auswirkungen auf das gesamte Lohngefüge des Betriebes haben und eine enorme Lohnspirale nach oben erzeugen“, so der Dehoga. Laut der aktuellen Umfrage bedeutet die Einführung des 12-Euro-Mindestlohns für mehr als jeden zweiten Unternehmer (55,9 Prozent) Personalkostensteigerungen von 15 und mehr Prozent. Für 27,2 Prozent der Betriebe würden die Steigerungen zwischen 10 und 15 Prozent liegen.

An der Umfrage des Dehoga Bundesverbandes zur wirtschaftlichen Lage nahmen in der Zeit vom 1. Oktober bis 6. Oktober 4600 gastgewerbliche Betriebe aus ganz Deutschland teil.

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