Digitalisierung: Luca wird zur Bezahl-App
Digitalisierung

Luca wird zur Bezahl-App

IMAGO / Lobeca
Luca: Das Tool soll nun als Bezahl-App etabliert werden
Luca: Das Tool soll nun als Bezahl-App etabliert werden

Die Macher der Luca App treiben die Neuausrichtung des Tools weiter voran. Weiter im Fokus steht hierbei die Digitalisierung der Gastronomie und der Umbau des Tools zur Bezahl-App.

Seit heute können Gäste im Rahmen einer Early Bird-Phase in den ersten Test-Restaurants in Hamburg, Berlin und Rostock bargeldlos mit der luca App auf ihrem Smartphone bezahlen. Der deutschlandweite Rollout ist bis Ende Juni geplant.


Vor dem Start des neuen Dienstes wurden nach Angaben des Unternehmens alle Daten von Nutzern und Nutzerinnen, die im Zusammenhang mit der Kontaktnachverfolgung während der Pandemie verschlüsselt bei Luca im System abgelegt wurden, vollständig gelöscht. Diese sind jetzt nur noch lokal auf dem Smartphone der Nutzern und Nutzerinnen gespeichert und sichtbar, worauf Luca keinerlei Zugriff hat.

"Deutschland hinkt beim digitalen Bezahlen noch immer hinterher. Das wollen wir ändern. In nur drei Monaten haben wir mit Luca Pay ein neues Produkt entwickelt, mit dem wir das Kundenerlebnis in der Gastronomie digitaler und effizienter machen. Weitere digitale Services sind in der Entwicklung und werden bald folgen. Unser Ziel ist die vollständige Digitalisierung der Customer Journey vom Reservieren über das Bestellen bis zum Bezahlen und das über Deutschland hinaus", sagt Patrick Hennig, CEO und Gründer von luca.

Günstige Transaktionsgebühren werden versprochen

Mit Luca Pay können Gäste einfach und bequem einen QR-Code scannen und die Rechnung begleichen. Die Transaktionsgebühren sollen für Gastronomen, Hoteliers oder Veranstalter deutlich unter Marktdurchschnitt und damit den Preisen der großen, oftmals amerikanischen Zahlungsdienstleister liegen. Der Bezahldienst kommt ohne Grundgebühren oder neue Geräte aus.

Ähnlich wie Mobility-Apps verfügt Luca Pay über eine Voreinstellung für Trinkgelder. Weitere Services wie Tisch-Reservierungen und die Anbindung gängiger Kassensysteme sind für das laufende Jahr geplant.

Die Luca App wurde während der Corona-Pandemie als digitales Tool für die Kontaktnachverfolgung ins Leben gerufen, um die bis dahin deutschlandweit in diesem Zusammenhang kursierende Zettelwirtschaft insbesondere in Gastronomie und Hotellerie sowie bei Veranstalungen abzuschaffen. Weil die Daten jedoch zentral gespeichert wurden und es in einem Fall zum Missbrauch der Daten kam, gab es immer wieder teils heftige Kritik.

 
Indes konnten Mitte April dieses Jahres weitere Investoren zur Weiterentwicklung gewonnen werden. Zu den Risikokaptitalgebern für die Berliner Culture4Life GmbH gehören die Unternehmen Target Global, The Delta und embedded/capital. Mit der Finanzierungsrunde hatte zudem der FinTech-Unternehmer Julian Teicke (Gründer und Chef des Berliner Start-ups Wefox) den Vorsitz im Verwaltungsrat übernommen. Auch der Musiker Smudo soll (Die Fantastischen Vier) weiter mit an Bord sein. Der Rapper hatte die App mitentwickelt.

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