F&B-Konzept: Im Star-Apart Hansa Hotel Wiesba...
F&B-Konzept

Im Star-Apart Hansa Hotel Wiesbaden geht's maritim zur Sache

Susanne Stauß
Grüße vom Meer: Interieur im Restaurant Pescaletta
Grüße vom Meer: Interieur im Restaurant Pescaletta

Das hauseigene Restaurant Pescaletta setzt auf Fisch und Meeresfrüchte. Die Betreiber haben ein anspruchsvolles Ziel.

Kreuzfahrtfreunde und Liebhaber von Fischgerichten finden ab sofort im Wiesbadener Star-Apart Hansa Hotel eine neue Heimat: Das dortige Restaurant Pescaletta, abgeleitet von italienischen Wort für Fisch, Pesce, hat einen hohen Anspruch: „Wir wollen das beste Fischrestaurant der Region werden“, geht Hotel- und Restaurantbetreiber Michael Schramm in die Offensive. Er arbeitet bei der Umsetzung der Gastro-Idee mit der italienischen Gastronomenfamilie Cavallo aus Frankfurt zusammen.

Mit den Cavallos vervielfältigt Schramm derzeit auch deren ursprüngliches Restaurantkonzept, das Restaurant Isoletta im Rhein-Main-Gebiet. Der Gründer des Isoletta-Konzepts, Salvatore Cavallo, wünschte sich schon immer ein Fischrestaurant, nun bietet das frisch renovierte Hotel ihm die Gelegenheit dazu. Die Fischkarte des Pescaletta ist bewusst klein gehalten, um sie täglich durch frisch eingekaufte Meerestiere zu ergänzen. Wer besondere Wünsche hat, etwa Hummer, Kaviar oder Austern, wird gebeten, dies zwei Tage vor seinem Restaurantbesuch anzumelden.

Pasta und Mittagstisch werden auch serviert

Die aktuelle Speisekarte umfasst neun Vorspeisen mit Fisch und Meeresfrüchten, vom geschmorten schwarzen Tintenfisch mit Polenta für 14 Euro bis zum Seeteufel in Wasabi-Kruste für 18,50 Euro. Die Preise für die sechs Fisch-Hauptgänge starten bei 24,50 Euro für die frittierten Meeresfrüchte und enden bei der Seezunge vom Grill mit Kräutern für 35 Euro, jeweils serviert mit Salzkartoffeln und Beilagensalat. Wer keinen Fisch mag, ist ebenfalls willkommen: Zehn Pasta-Gerichte ab 11,50 Euro sowie zwei Fleischgerichte erweitern das Angebot. Von Montag bis Freitag bietet das Restaurant zudem ein Mittagsmenü an, zwei Gänge für 19 und drei für 23 Euro. Bei den Weinen dominieren italienische Gewächse, 0,2 Liter ab 5 Euro.
„Ein Prozent der Bevölkerung reichen uns als Gäste.“
Michael Schramm

Die Einrichtung des Pescaletta ist komplett im maritimen Stil gehalten. Sowohl Immobilieneigentümer Karlheinz Küter aus Wiesbaden als auch Betreiber Schramm sind Kreuzfahrtfans und bedienten sich bei der Gestaltung sämtlicher damit verbundener Klischees: Runde Spiegel, die Bullaugen symbolisieren, eine Reling, Stühle im Nautik-Look, Fischdekoration und eine silberne Möwe an den Wänden, hölzerne Steuerräder, Sand und Muscheln hinter Glasvitrinen: Nichts wurde ausgelassen.

Farblich dominieren Blau, Weiß und Naturholz. Im Eingangsbereich zum Restaurant hat eine große Kapitänsfigur mit Pfeife ihren Platz eingenommen und das Servicepersonal steckt in Steward-Uniformen. Auf Wunsch oder bei Veranstaltungen wird natürlich ganz Traumschiff-like auch auf Wunderkerzen und Musik nicht verzichtet, beispielsweise bei der Präsentation einer Hummerparade oder des Desserts.

„Für die Servicemitarbeiter gibt es zwei Uniformen, eine weiße für den Sommer und eine blaue für den Winter“, erläutert Schramm, der sich durchaus bewusst ist, dass sein Konzept nicht alle Wiesbadener in Euphorie versetzen wird. „Ein Prozent der Bevölkerung reichen uns als Gäste“, sagt er selbstbewusst und verrät gleichzeitig zwei seiner Marketing-Ideen: Sponsorenabende mit dem Fußball-Drittligisten SV Wehen-Wiesbaden oder auch Einladungen zum Gratis-Lunch für das Damen-Team des Volley Ball Clubs Wiesbaden, das in der 1. Bundesliga spielt.

Die sportlichen Frauen sollen nicht nur als attraktive Eyecatcher im Restaurant dienen, sondern darüber hinaus auch als Multiplikatoren für das Restaurant. Jeden Freitag tritt im Pescaletta außerdem ein Piano-Player auf, weitere Events mit Musikern und Künstlern sollen folgen. „Das Pescaletta soll auch ein Magnet und eine Visitenkarte für das Hotel werden“, sagt Schramm.

Flaggschiff für Fisch im Rhein-Main-Gebiet

Der Unternehmer, ein ehemaliger Privatbankier, engagiert sich erst seit Kurzem in Gastronomie und Hotellerie, betreibt jedoch seit 2014 Apartment-Residenzen, inzwischen mehr als ein Dutzend in Frankfurt sowie je eine in Hamburg und München. Sie befinden sich allesamt in seinem Eigentum und hier arbeitete er bereits sehr erfolgreich mit Themen und Storytelling. Im Gegensatz zu den Isoletta-Restaurants, die laut Schramm vor allem über das Isoletta Trattoria-Konzept mit selbst gemachter Pinsa wachsen sollen, ist Pescaletta eher als Unikat geplant. „Dieses Konzept können wir nicht so einfach multiplizieren“, sagt er. „Es ist unser Flaggschiff für Fisch im gesamten Rhein-Main-Gebiet.“

stats