Gehälter: Inflation macht Lohnsteigerungen zu...
Gehälter

Inflation macht Lohnsteigerungen zunichte

IMAGO / Martin Wagner
Inflation: Die Verbraucherpreise steigen überdurchschnittlich
Inflation: Die Verbraucherpreise steigen überdurchschnittlich

Das durchschnittliche Plus bei den Bruttolöhnen ist im dritten Quartal dieses Jahres vollständig von der Inflation aufgezehrt worden.

 Die Bruttomonatsverdienste in Deutschland einschließlich der Sonderzahlungen waren im dritten Quartal 2021 zwar 3,9 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Verbraucherpreise legten allerdings in gleicher Höhe zu, so dass es unter dem Strich keine Veränderung der Reallöhne gab.

Darin ist allerdings der Sondereffekt des für die meisten Betroffenen ausgelaufenen Kurzarbeitergeldes enthalten, das statistisch nicht zu den Bruttolöhnen gezählt wird. Bei Vollzeitbeschäftigten verlängerte sich mit dem Auslaufen der Kurzarbeit die bezahlte Arbeitszeit daher im Schnitt um 1,9 Prozent auf 38,9 Stunden. Im Corona-Jahr 2020 waren die Nominallöhne auch wegen der gekürzten Arbeitszeiten bundesweit um 0,7 Prozent gesunken.

Besonders groß war der Nachholeffekt bei den Bruttolöhnen in Branchen, die 2020 von den Corona-Einschnitten hart getroffen worden waren. Die registrierten Bruttolöhne erreichten bei Gastronomie (+9,9% im Vergleich zum Vorjahresquartal) und Reisebüros (+36,4%) bereits wieder das Vorkrisen-Niveau. Luftfahrt (+10,1%) und Beherbergungsgewerbe (+12,8%) lagen hingegen trotz starker Zuwächse noch unter den Zahlen aus 2019.

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