Studie: Hygiene wird nicht immer Ernst genomm...
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Hygiene wird nicht immer Ernst genommen

Eine Mehrheit der Deutschen glaubt, dass „ein paar Keime“ abhärten und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

KÖLN. Die Deutschen sorgen sich nur wenig um eine Epidemie oder Pandemie. Die meisten (95 Prozent) sind zwar davon überzeugt, dass persönliche Hygiene für die eigene Gesundheit wichtig ist. Allerdings glauben auch 87 Prozent, dass „ein paar Keime“ abhärten und die körpereigenen Abwehrkräfte stärken. Das ergibt eine Studie, die die Marktforschungsagentur Harris Interactive des Hygiene-Anbieters Rentokil Initial erhoben hat.

Immerhin glauben 90 Prozent der befragten Deutschen, dass gute Händehygiene vor einer Ansteckung mit Krankheitserregern schützt. Allerdings waschen sich nur 70 Prozent häufiger die Hände, wenn sie krank sind. So besteht die Gefahr, dass Krankheitserreger eher weiter gegeben werden. Gut drei Viertel (76 Prozent) geben an, immer, unabhängig von einer Krankheit, auf gute Hand-Hygiene zu achten – im Winter wird jedoch mehr darauf geachtet als im Sommer, so 61 Prozent der Befragten.

Ein Mittel zur Händedesinfektion führt nur knapp ein Viertel (23 Prozent) der befragten Deutschen immer mit sich. Im Vereinigten Königreich liegt dieser Wert bei 40 Prozent. Deutsche fassen stattdessen lieber erst gar nichts in der Öffentlichkeit an. In öffentlichen Toiletten etwa vermeiden 74 Prozent aller befragten Deutschen wenn möglich den Kontakt mit Oberflächen, die vor ihnen andere Menschen berührt haben – in ihrer Arbeitsumgebung sind es nur 55 Prozent, die versuchen so wenig wie möglich anzufassen.

Für die Studie wurden insgesamt 5500 Teilnehmer in Australien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Singapur befragt. red/rk
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