Kurzarbeitergeld: NGG fordert Mindest-Kurzarb...
Kurzarbeitergeld

NGG fordert Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro

Wolfgang Filser/Colourbox.de
Knapp bei Kasse: Viele Angestellte im Gastgewerbe beziehen derzeit Kurzarbeitergeld
Knapp bei Kasse: Viele Angestellte im Gastgewerbe beziehen derzeit Kurzarbeitergeld

Das Gastgewerbe zahlt eher niedrige Löhne, und Trinkgeld ist in der Gastronomie für viele Mitarbeiter ein wichtiger Bestandteil ihres Einkommens. Im Lockdown, bei dem nur Take-away und Delivery zulässig sind, wird das ohnehin zum Problem. Dass die meisten Unternehmen ihre Mitarbeiter wegen der desolaten Lage ohne konkrete Perspektive zur Wiederöffnung auf Kurzarbeit setzen mussten, verschärft die prekäre finanzielle Situation.

Guido Zeitler, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), sagt zum verlängerten Lockdown und zu den katastrophalen Auswirkungen auf das Gastgewerbe: „Jede Verlängerung der Corona-Maßnahmen – so nötig sie auch ist – hat existenzielle Auswirkungen auf das Gastgewerbe.  Für viele Hotels, Pensionen, Gaststätten, Bars, Kneipen bis hin zu den Caterern und Betriebskantinen, geht es längst ums schiere Überleben. Selbst große Hotelgesellschaften können ohne Hilfe nicht mehr lange durchhalten. Die gestern zugesagten Zugangserleichterungen und höheren Fördersummen sind enorm wichtig, um Arbeitsplätze zu sichern.“

Diese dürften aber nur an Unternehmen gezahlt werden, die ihre Mitarbeiter durch Kurzarbeit halten und nicht auf die Straße setzen, so der NGG-Chef.  „Die zugespitzte Situation wirkt sich dramatisch auf die Beschäftigten im Gastgewerbe aus. Ihre Löhne sind ohnehin niedrig, das Kurzarbeitergeld reicht entsprechend bei Weitem nicht – viele können kaum noch ihre Miete bezahlen. Deshalb machen wir uns für ein Mindest-Kurzarbeitergeld von 1200 Euro stark.“

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