Halbjahreszahlen : LSG Group büßt die Hälfte ...
Halbjahreszahlen

LSG Group büßt die Hälfte ihres Umsatzes ein

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Der weltweite Flugverkehr kam in der ersten Jahreshälfte zeitweise zum Erliegen.
Der weltweite Flugverkehr kam in der ersten Jahreshälfte zeitweise zum Erliegen.

Corona lässt das weltweite Catering-Geschäft des Fluglinien-Dienstleisters massiv einbrechen. Programm zur Kostensenkung angekündigt.

NEU-ISENBURG. Die Coronakrise und die damit verbundene weitgehende Einstellung des globalen Flugverkehrs wirken sich drastisch auf das weltweite Catering-Geschäft der LSG Group und damit auch auf das erste Halbjahresergebnis 2020 aus.

Wie das Unternehmen mitteilt, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 814 Mio. Euro. Der Grund: stark rückäufige Flug- und Passagierzahlen der weltweiten Airline-Kunden. Entsprechend sank das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf -195 Mio. Euro (Vorjahr: 33 Mio. Euro). Als kurzfristige Maßnahmen zur Begrenzung der finanziellen Auswirkungen hat das Unternehmen gleich zu Beginn der Krise unter anderem Projekt- und Einstellungsstopps, Kurzarbeit sowie vorübergehende Betriebsschließungen umgesetzt.

„Die Coronakrise stellt uns vor extrem große Herausforderungen, die es so in unserer Unternehmensgeschichte noch nie gab,“ sagt Chief Financial Officer Kristin Neumann. „Dank unserer soliden Liquiditätslage und unserer kurzfristig umgesetzten Maßnahmen zur Liquidi-tätssicherung konnten wir erste Umsatz- und Ergebniseinbrüche abfedern. Wir wissen jedoch alle nicht, wie lange diese Krise noch anhalten wird, und es ist offensichtlich, dass uns nur langfristige Lösungen dabei helfen werden, unsere Kosten nachhaltig zu senken und gleich-zeitig dem Unternehmen mehr Flexibilität - und eine Zukunft - zu geben.“

Die LSG Group will ihre Gesamtkosten weltweit um mindestens 30 Prozent senken.

Dies soll im Rahmen von Zukunftsprojekts "Levante" geschehen. „Ziel des Projekts ist, unser Unternehmen mittelfristig hinsichtlich der Größe seiner Organisation und seines Netzwerks zu optimieren und an die veränderten Marktbedingungen - mit weniger Flügen und geringeren Passagier- und Servicevolumen - anzupassen,“ erläutert Chief Executive Officer Erdmann Rauer. „Langfristig verändern wir damit auch unser Angebot im Hinblick auf die ‚neue Normalität‘ und wollen aktiv einen Wandel in der Airline Catering-Industrie herbeiführen. Wir sehen, dass unsere Kunden bereit sind für Veränderungen – und wir stehen mit unseren MitarbeiterInnen bereit, sie dabei zu unterstützen.“

Die LSG Group hat ihren Hauptsitz in Neu-Isenburg bei Frankfurt. Im Jahr 2019 erwirtschafteten die 35.500 Mitarbeiter einen Konzernumsatz von 3,4 Mrd. Euro und produzierten 684 Mio. Mahlzeiten. Darüber hinaus verfügt die LSG Group über ein Netzwerk von Joint Ventures und Partnerschaften rund um den Globus. red/hz

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