Coronakrise: Corona bringt Ischgl erneut in d...
Coronakrise

Corona bringt Ischgl erneut in die Schlagzeilen

IMAGO / Eibner Europa
Berühmt-berüchtigt: Das Kitzloch in Ischgl
Berühmt-berüchtigt: Das Kitzloch in Ischgl

Wegen eines Corona-Falls im bekannten Après-Ski-Lokal Kitzloch in Ischgl haben Behörden einen öffentlichen Aufruf an Gäste der Bar gestartet. Personen, die sich in der vergangenen Woche dort aufhielten, sollten sich testen lassen.

Zudem sollten diese Gäste zwei Wochen lang FFP2-Masken tragen sowie Menschenansammlungen meiden, hieß es bereits am Montag vom Land Tirol. Ein Service-Mitarbeiter sei positiv getestet worden. Das Kitzloch gilt als einer der Ausgangspunkte für die vielen Infektionen, die Anfang 2020 von Ischgl aus in verschiedene Länder Europas getragen wurden.

Im Unterschied zu 2020 allerdings darf nach derzeit geltenden Regelungen in Après-Ski-Lokalen kein Barbetrieb stattfinden. Gäste werden in Österreich nur an ihren Sitzplätzen bedient. Das Gastronomie-Personal muss FFP2-Masken tragen, ebenso wie Gäste auf dem Weg zu den Tischen. Nur Geimpfte oder Genesene erhalten Zutritt.

Eine unabhängige Expertenkommission stellte im Oktober 2020 in einem Bericht fest, dass am Anfang der Pandemie Personal im Kitzloch trotz Grippesymptomen weitergearbeitet hatte. Behörden hätten die Situation heruntergespielt, so der Bericht. Tausende steckten sich im Skiort Ischgl mit dem Coronavirus an, viele klagten beziehungsweise klagen deshalb gegen die Republik Österreich – die ersten wurden abgewiesen, weil es keine stichhaltigen Beweise gebe. Verbraucherschützer sprechen von einem Justizskandal.

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