Coronakrise: Raus mit den Stühlen!
Coronakrise

Raus mit den Stühlen!

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Leere Stühle in Dresden: Die Aktion soll bundesweit ausgeweitet werden.
Leere Stühle in Dresden: Die Aktion soll bundesweit ausgeweitet werden.

Leere Stühle am Neumarkt – so sah der dringende Hilferuf der Gastronomie in Dresden vor einiger Zeit aus. Nun will der Leaders Club die Aktion auf das gesamte Bundesgebiet ausweiten.

DRESDEN. Vor Hunderten leeren Stühlen und Tischen wurde an der Frauenkirche ein Brief mit Forderungen zum Erhalt der Gastrobranche an den Ministerpräsidenten, den sächsischen Wirtschaftsminister und Vertretern des Landtages übergeben.

Es muss nun auch den Bundespolitikern in Berlin bewusster gemacht werden, dass die gesamte Branche ächzt und schnell zusätzliche finanzielle Hilfe benötigt. Es braucht mehr konkrete Programme zur Unterstützung. Es geht hier um Existenzen. Wegen der Coronavirus-Krise könnten 70.000 Hotel- und Gastronomiebetriebe Pleite gehen. Den gut 223.000 Betrieben der Branche gingen bis Ende April rund zehn Milliarden Euro Umsatz verloren, sagte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges in der Bild am Sonntag.

Zwar hat Finanzminister Olaf Scholz signalisiert, der Branche weiter helfen zu wollen - doch gibt es über diese Absichtserklärungen hinaus noch nichts Greifbares. Also muss man die Politik mit kreativen Aktionen auf die Not der Gastronomie hinweisen.

Der Leaders Club zieht den Hut vor der Initiative „Leere Stühle“ in Dresden und will diesen Protest in dieser Woche am Freitag deutschlandweit unüberhörbar machen. Alle Gastronomen und Freunde der Gastronomie sind aufgerufen, diese Aktion erfolgreich und sichtbar zu machen. Los geht es am kommenden Freitagmittag (24.4., Kernzeit 11 bis 13 Uhr). Gesucht werden jetzt dringend Macher, die in den einzelnen Städten die Umsetzung und Anmeldung der Aktion übernehmen und koordinieren. Ebenso dringend werden Unterstützer gebraucht, die auch finanziell unter die Arme greifen, um die Aktion hinzubekommen.

Ganz wichtig: Alle Aktionen sollen koordiniert und legal stattfinden. Die Einhaltung aller Maßnahmen gemäß dem Infektionsschutzgesetztes haben höchste Priorität! Gerne soll die Idee schon verbreitet und geteilt werden – Die Anmeldung und Genehmigung bei den zuständigen Sicherheitsbehörden ist aber unbedingt notwendig. Boris Tomic

Der Artikel ist zuerst im ahgz-Schwesterblatt Food Service erschienen.

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