Recht & Steuern: Letzte Chance für steuerfrei...
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Letzte Chance für steuerfreie Bonuszahlung

Vladyslav/Colourbox.de
Weihnachtsgeschenk: Die Corona-Prämie muss aber zusätzlich zum üblichen Weihnachtsgeld ausgezahlt werden
Weihnachtsgeschenk: Die Corona-Prämie muss aber zusätzlich zum üblichen Weihnachtsgeld ausgezahlt werden

Arbeitgeber, die besondere Leistungen ihrer Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Corona-Krise würdigen möchten, sollten sich beeilen. Noch bis zum 31. Dezember 2020 können sie das in Form einer steuerfreien Prämienzahlung bis zur Höhe von 1500 Euro tun. "Das Geld muss aber noch in diesem Jahr auf dem Konto des Mitarbeiters ankommen", so Steuerberater Marc Müller, Vorstand der Steuerberatungsgruppe ETL.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist in vielen Unternehmen an einen normalen Geschäftsbetrieb nicht zu denken; die Neuorganisation der Arbeitsprozesse war und ist für alle Beteiligten ein Kraftakt. Grund genug für Arbeitgeber, besonderes Engagement ihrer Mitarbeiter in diesem speziellen Jahr zu belohnen. Zur Unterstützung dieses Vorhabens hat der Gesetzgeber das Einkommensteuergesetz angepasst. Demnach sind Zahlungen des Arbeitgebers steuerlich begünstigt, wenn sie an Arbeitnehmer gezahlt werden, um die zusätzliche Belastung durch die Corona-Krise abzumildern. 

Die Zahlungen sind steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn sie zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember 2020 erfolgen und maximal 1500 Euro betragen. Die Auszahlung kann in einem Betrag oder in mehreren Beträgen als Bar- oder als Sachleistung gewährt werden und muss noch im Dezember 2020 auf dem Konto des Arbeitnehmers eingehen. Denn am 31. Dezember 2020 endet die Steuerfreiheit für die Corona-Prämie. Zwar ist eine Verlängerung bis zum 31. Januar 2021 im Gespräch, doch ob dies von der Bundesregierung aufgegriffen wird, bleibt abzuwarten. 

Prämie muss zusätzlich zum Lohn gezahlt werden

Andere steuerfrei gewährte Incentives oder Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt, das heißt der Bonus kann zusätzlich gewährt werden. Auch Mini-Jobber können den Corona-Bonus erhalten, ohne dass der Mini-Job dadurch zum sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis wird. Für die Steuerfreiheit ist jedoch Voraussetzung, dass die Corona-Beihilfen und -Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Damit sind Gehaltsumwandlungen ebenso wenig zulässig, wie eine Anrechnung auf während der Corona-Krise abgeleistete Überstunden. Arbeitgeber, die den Höchstbetrag von 1500 Euro je Arbeitnehmer noch nicht ausgeschöpft haben oder noch gar keinen steuerfreien Bonus gezahlt haben, können dies auch noch als Weihnachtsgeschenk für ihre Mitarbeiter tun.

Steuerfreie Leistungen im Lohnkonto aufzeichnen 

„Doch Vorsicht: Hat der Arbeitnehmer bereits durch Tarifvertrag oder aus betrieblicher Gewohnheit einen Rechtsanspruch auf ein Weihnachtsgeld, so müsste dies zusätzlich zum Corona-Bonus gezahlt werden. Das steuerpflichtige Weihnachtsgeld kann 2020 nicht einfach gegen die steuer- und sozialversicherungsfreie Corona-Prämie ausgetauscht werden“, warnt Steuerberater Marc Müller.

Die steuerfreien Leistungen müssen im Lohnkonto aufgezeichnet werden, und es muss aus den vertraglichen Vereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber erkennbar sein, dass es sich um steuerfreie Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise handelt. Das ist für spätere Prüfungen der Sozialversicherungsträger und Lohnsteueraußenprüfungen wichtig. Auf der Lohnsteuerbescheinigung für 2020 muss der Arbeitgeber aber nichts ausweisen und der Mitarbeiter muss die Corona-Prämie auch nicht in seiner Steuererklärung angeben. 

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