Nachhaltigkeit: So können Unternehmen grün pu...
Nachhaltigkeit

So können Unternehmen grün punkten

Hamuburg Messe und Congress / Katrin Neuhauser
Mehr Grün: Aussteller der Internorga zeigen, wie das geht
Mehr Grün: Aussteller der Internorga zeigen, wie das geht

Auf der kommenden Internorga in Hamburg finden Hoteliers und Gastronomen Inspirationen und Lösungen zum Thema - etwa ökologische Verpackungen.

HAMBURG. Hoteliers und Gastronomen, die ihr Unternehmen nachhaltiger aufstellen wollen, besuchen die Internorga. Auf der internationalen  Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt finden Gastgeber zahlreiche Anknüpfungspunkte für mehr Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz . Seien es Verpackungen, Lieferketten bis zur internen Verarbeitung und Verwertung von Lebensmitteln.

Die Hamburger Messe findet vom 13. Bis 17. März statt und bietet einen Überblick zu zahlreichen Möglichkeiten  sowie konkrete Lösungen.  Aussteller zeigen ihre innovativen Geschäftsmodelle und Workflows, mit denen sie langfristig und nachhaltig erfolgreich wirtschaften wollen. Mit dabei sind namhafte Großunternehmen und  junge Start-ups.

 Weniger Plastik, mehr Naturprodukte

 Thema Verpackung: Verpackungen gehören zum Alltag – auch im Außer-Haus-Markt. Sie haben nützliche und notwendige Funktionen und sind gleichzeitig die Hauptquelle für Abfälle. Für die Vermeidung von Plastik in der Gastronomie gibt es keinen allgemeingültigen Masterplan. Vielmehr müssen individuelle Lösungen realisiert werden, die den verschiedenen Anforderungen der Branchencluster entsprechen. Unternehmen sind aufgefordert, ressourcenschonende  Verwertungs- und Recyclingtechniken zu entwickeln, den Einsatz von Mehrwegprodukten zu verstärken sowie den Plastikkonsum zu minimieren.

Auf der Internorga  präsentieren Anbieter nachhaltige Plastikalternativen, beispielsweise in Form von Naturmaterialien, mit denen sie die Branche unterstützen. Dazu gehört zum Beispiel die Leef Blattwerk GmbH, die Geschirr aus ökologisch abbaubaren Palmblättern herstellt und 2019 ihre erfolgreiche Premiere in der Newcomers Area gefeiert hat. Vor Ort zu entdecken sind zudem die umweltfreundlichen Alternativen zu herkömmlichen Bar-Utensilien von Metalstraws und das junge Unternehmen Kaya&Kato, die für die Herstellung robuster Berufskleidung in der Gastronomie Plastikabfälle aus dem Meer als Rohstoff nutzen.

 „Viele Menschen wollen ihren Plastikkonsum reduzieren. Das bringt weitreichende Implikationen für den Außer-Haus-Markt mit sich und erfordert ein Umdenken in zahlreichen Bereichen. Auf der Internorga entdecken Branchenvertreter zukunftsweisende Konzepte und Produkte sowie konkrete Lösungen und Kontakte, die sie in ihrem Bestreben für ein umweltfreundliches Wirtschaften unterstützen und voranbringen“, so Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin der Hamburg Messe und Congress GmbH.

 Nachhaltig Ressourcen schonen

Außer der Reduktion des Plastikkonsums ist auch der Kampf gegen Lebensmittelabfälle ein wichtiger Schritt. Gäste reagieren sensibel, wenn es um Speisereste geht und erwarten vom zweitgrößten Absatzmarkt für Lebensmittel konkrete Maßnahmen, mit denen die Lebensmittelverschwendung verringert werden kann. Zu betrachten ist die gesamte  Liefer- und Verarbeitungskette: Optimierungspotenzial ergibt sich unter anderem durch die Anpassung von Bestellmengen, die Weiterverarbeitung von übriggebliebenen Lebensmitteln oder die Implementierung einer professionellen Waste-Management-Anlage. Auf der Internorga vertreten sein werden unter anderem Meiko Green Waste Solutions mit ihrem Speiserest-Recyclingsystem oder das Rieber-Organisationssystem Check Cloud zur Abfallvermeidung und -verwertung. Fragt man Experten, sind es häufig kleine Stellschrauben im Betrieb, die enormes Potenzial im Sinne der Ressourceneinsparung bieten: „Oft sind es wirklich nur kleinste Änderungen, wie die Anpassung von Geschirrgrößen, die enorme Resultate erzielen“, sagt Benedikt Zangerle von der Food-Waste-Initiative United Against Waste.

 Was im Bereich Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt sonst noch möglich ist, zeigen die rund 1300 internationalen und nationalen Aussteller. red/ko

 

stats