Todesfall : Trauer um FCSI-Gründer Gerhard Fr...
Todesfall

Trauer um FCSI-Gründer Gerhard Franzen

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Gestorben: Gerhard Franzen, FCSI-Gründer und -Ehrenpräsident und langjähriger Präsident des Dehoga Saarland
Gestorben: Gerhard Franzen, FCSI-Gründer und -Ehrenpräsident und langjähriger Präsident des Dehoga Saarland

Gerhard Franzen, Gründer und Ehrenpräsident des FCSI Deutschland-Österreich, ist am 28. Januar nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren verstorben.

"Mit ihm verliert die Branche ein Urgestein, einen Experten, einen Förderer und Berater, der sich in unterschiedlichsten Positionen große Verdienste für das gastgebende Gewerbe in Deutschland erworben hat", teilt der FCSI mit großer Betroffenheit mit.

Fest steht: Gerhard Franzen war ein Mensch, der sich engagierte, zahlreiche Ehrenämter inne hatte und Richtungsweisendes initiierte. Von 1982 bis 1996 stand er als Präsident an der Spitze des DEHOGA Saarland. Berufsausbildung, Weiterbildung und Prüfungswesen, diesen Themen hat sich Gerhard Franzen mit Nachdruck gewidmet.

Guter, qualifizierter Nachwuchs als tragende Säule für die Branche war dem gebürtigen Belgier stets ein Anliegen. In der Zeit seiner Präsidentschaft wurde in Saarbrücken die Hotelfachschule des Saarlandes errichtet. Mit Kraft setzte er sich für die Einführung des Saarländischen Wirtebriefes ein, den er später ebenfalls erfolgreich im Land Brandenburg mit dem Brandenburgischen Wirte- und Hotelierbrief weiterführen konnte.

Ein weiterer „Exportschlager“ aus dem Saarland war die „Wirtefeuerwehr“. Dieser Zusammenschluss von Wirten steht bei großen Festveranstaltungen bereit, um Veranstaltern mit Know-how professionell unter die Arme zu greifen. Geboren wurde diese Idee aus der Problematik der Vereins- und Schwarzgastronomie, die Gerhard Franzen früh erkannte.

Franzen, Sohn eines Juristen, absolvierte eine Ausbildung zum Hotelkaufmann mit Meisterbriefen im Koch- und Servicebereich. Der Wehrdienst führte Gerhard Franzen nach Deutschland, als Küchenleiter des Nato-Offizierskasinos in Köln. 1983 startete er dann als Unternehmensberater für Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und das Back- und Konditorenhandwerk. In Brandenburg wurde er privat und beruflich heimisch.

Franzen blickte stets über den Tellerrand. Seine internationale Denke kam ihm auch bei seinem Engagement für den FCSI zugute. So war es für ihn ein richtungsweisender Schritt, den ehemaligen Verband B.I.G. / Berater im Gastgewerbe auf internationales Parkett zu führen. Hierfür war der FCSI die richtige Adresse - mit weltweit mehr als 1400 Mitgliedern in mehr als 40 Ländern.

Nach der Gründung des FCSI Deutschland-Österreich war sein Rat bald auch international gefragt. Franzen wurde europäischer Schatzmeister des FCSI und organisierte drei große Konferenzen in Wien, Berlin und Prag. Als Dank für sein vielseitiges und langwährendes Engagement wurde Gerhard Franzen die größte Ehre zuteil, die der FCSI zu vergeben hat. Er wurde in die Runde der „Fellows“ berufen, zu denen auch alte Weggefährten wie die weltweiten Präsidenten Scott D. Legge (2000 – 2002) und Albert Da Costa (2002 – 2004) zählen.

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