Umfrage: Nicht ohne "mein" Restaurant!
Umfrage

Nicht ohne "mein" Restaurant!

Pixabay/Rudy and Peter Skitterians
In Coronazeiten bleibt der reservierte Platz auf der Terrasse bevorzugt, wie eine Umfrage zeigt.
In Coronazeiten bleibt der reservierte Platz auf der Terrasse bevorzugt, wie eine Umfrage zeigt.

Regelmäßige Restaurantbesuche in ihrer Freizeit vermissen die Menschen im Corona-Lockdown am meisten – noch mehr, als Freunde und Familie zu treffen. Doch an Gastronomen und Gästen hat die Pandemie Spuren hinterlassen. Digitale Tools, aber auch Lebensmittelqualität scheinen wichtiger geworden zu sein.

"Restaurantbesuche sind nach wie vor unersetzlich im täglichen Leben der Europäer. Sie symbolisieren den Wunsch nach zwischenmenschlichem Austausch und danach, Erfahrungen zu teilen, was grundlegend für unsere Kulturen ist", äußert sich Rémy Bitoun zu den Aussichten für das Gastgewerbe nach einem Jahr Corona-Pandemie. Der neu ernannte Regional Director DACH des Online-Reservierungstools The Fork ist jedoch überzeugt, dass die Gäste noch lange großen Wert auf frische Luft und Abstand legen werden. 

Aus eigenen Daten sowie einer Umfrage mit 2820 Restaurants in ganz Europa sowie 7154 Plattform-Nutzern über 18 Jahre im Dezember 2020 hat das zu Tripadvisor gehörige Unternehmen einige Erkenntnisse destilliert:
1. Digitale Tools haben sich als wichtige Hilfsmittel entpuppt, die zumindest ein eingeschränktes Geschäft ermöglichen.
2. Themen wie Foodwaste Vermeiden, Herkunft und Qualität der Lebensmittel oder auch weniger Vielfalt auf der Karte sind in den Fokus gerückt. 

Terrasse bevorzugt

Laut der The Fork-Umfrage ist der Restaurantbesuch die Aktivität, die 79 Prozent der Befragten während des Lockdowns am meisten vermisst haben – mehr als das Treffen mit Freunden und Familie (73 %). Doch für 44 Prozent werden Infektionsschutzmaßnahmen wichtig bleiben und ein reservierter Platz auf der Terrasse wird bevorzugt (42 %). 41 Prozent der Restaurantbesucher werden künftig deshalb häufiger online buchen, wobei die Daten auch zeigen, dass eine große Mehrheit von 88 Prozent Online-Bewertungen heranzieht, bevor sie ein Restaurant auswählt.

"Von der Suche nach einem Restaurant über die Reservierung bis hin zum Teilen des Erlebnisses in den sozialen Medien ist die Restaurantbranche bei jedem Schritt der Wertschöpfungskette digital geworden", sagt Rémy Bitoun. Die Vorteile digitalisierter Prozesse nehmen Gastronomen durch die Pandemie als wirklich hilfreich wahr, auch zum Beispiel, um die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und Prozesse zu optimieren.
Gefragte Digital Tools
  • 66 % sagen, dass ihnen digitale Tools durch die Krise geholfen haben
  • 87 % planen, sie weiterhin zu nutzen
    • Online-Reservierung 71 %
    • Gäste online und über Social Media kontaktieren und informieren 69 %
    • Online-Zahlung 61 %
    • Online-Speisekarte 56 %

Qualität zählt

Das Geschehen rund um die Pandemie – ihre Ursachen und Auswirkungen – hat das Bewusstsein für Lebensmittelherkunft und -qualität verändert, hat die Umfrage ergeben. So achten 66 Prozent der befragten Nutzer laut eigener Aussage nun verstärkt darauf. Ein Drittel (34 %) gab an, zu einem nachhaltigeren Lebensmittelanbieter gewechselt zu haben. Was auch auf immerhin 14 Prozent der Gastronomen zutrifft und sogar gut die Hälfte (51 %) wollen künftig mehr auf die Herkunft der Produkte achten, die sie einkaufen. Jedoch hat sich auch das Angebot darauf eingestellt. 59 Prozent der befragten Gastronomen wollen weniger Foodwaste produzieren, was ja auch Kosten einspart. Die Vielfalt der Speisekarte hat ein Drittel (45 %) inzwischen eingedampft. 

Über The Fork
The Fork wurde 2007 in Frankreich gegründet, 2014 erfolgte die Übernahme durch die weltweit größte Reiseplattform Tripadvisor. Mit der Akquise von Bookatable im Dezember 2019 und dem österreichischen Start-up delinski im Mai 2020 expandiert das Portal nun unter anderem nach Deutschland. Die App The Fork verzeichnet eigenen Angaben zufolge derzeit mehr als 80.000 Partner-Restaurants weltweit, mehr als 29 Millionen Besucher im Monat.

Personelle Umstrukturierung
Um das Wachstum von The Fork zu steuern, wurde eigens ein Beirat gegründet, in den The Fork-Gründer und -CEO Bertrand Jelensperger wechselt, um dort mit
 Stephen Kaufer, CEO und Mitbegründer der Mutterorganisation Tripadvisor, zusammenzuarbeiten. Neuer CEO von The Fork wird zum 1. März Almir Ambeskovic. Rémy Bitoun übernimmt die Position als Regionaldirektor DACH.
"2020 haben wir gesehen, wie sich Restaurants und Kunden an die Umstände anpassen, um das Vergnügen, auswärts zu essen, so gut wie möglich zu halten. Die Studie spiegelt diese Widerstandsfähigkeit wider", resümiert Rémy Bitoun.



Dieser Text erschien zuerst auf www.food-service.de.

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