Umfrage: Bayerns Gastgeber: "Corona-Beschlüss...
Umfrage

Bayerns Gastgeber: "Corona-Beschlüsse sind katastrophal"

IMAGO / MiS
Bayern: Ob Stadt oder Land - die Umsatzeinbußen sind massiv
Bayern: Ob Stadt oder Land - die Umsatzeinbußen sind massiv

Der Dehoga Bayern hat seine Mitglieder befragt. Das Ergebnis ist erschütternd: Rund 70 Prozent der Unternehmen bangen um ihre Existenz.

Die aktuellen Corona-Beschlüsse stoßen beim Gastgewerbe in Bayern auf erhebliche Kritik. 60,7 Prozent der Betriebe im Freistaat bezeichnen die Entscheidungen der letzten Bund-Länder-Konferenz als „katastrophal“, 26,5 Prozent als „schlecht“. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, an der 743 gastgewerbliche Unternehmer teilgenommen haben.

"Die Lage im Gastgewerbe ist dramatisch", heißt es beim Dehoga Bayern. Infolge der massiven Verluste, der fehlenden Perspektiven und der nicht ausreichenden staatlichen Hilfen bangen 68,9 Prozent der Unternehmer um ihre Existenz. Jedes vierte Unternehmen (23,9 Prozent) ziehe eine Betriebsaufgabe in Erwägung. Konkret meldeten die Teilnehmer der Umfrage für Februar Umsatzeinbußen in Höhe von 82 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Insgesamt brach der Umsatz zwischen 1. März 2020 bis heute um insgesamt 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein.

81,7 Prozent der befragten Betriebe verwiesen darauf, dass die Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes bei einer alleinigen Öffnung der Außengastronomie nicht gegeben sei. Die Möglichkeit einer Öffnung der Außengastronomie unter der Bedingung einer „vorherigen Terminbuchung und einer Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung“ bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wird von rund 83 Prozent der Umfrageteilnehmer als „schlecht“ kritisiert.

60,8 Prozent plädieren für eine Öffnung noch vor Ostern. 20,9 Prozent der Betriebe sprechen sich mit Blick auf die immer weniger werdende Vorlaufzeit für eine Öffnung direkt nach Ostern am 6. April aus.

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