Wegen Coronakrise: UPDATE Frist für TSE-Kasse...
Wegen Coronakrise

UPDATE Frist für TSE-Kassen teilweise verlängert

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TSE-Nachrüstung fällig, aber in vielen Ländern später als angekündigt.
TSE-Nachrüstung fällig, aber in vielen Ländern später als angekündigt.

Die meisten Bundesländer geben ihren Betrieben mehr Zeit, das neue System einzuführen. Bis zum 31. März 2021 müssen die Kassen dort endgültig betrugssicher sein.

STUTTGART. Nach dem 30. September sollte es ernst werden. Doch die meisten Bundesländer wollen Betriebe bei der Aufrüstung ihrer Kassen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) mitten in der Coronakrise entlasten. Sie gewähren eine stillschweigende Fristverlängerung bis 31. März 2021. Es sind bisher die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Somit haben in diesen Ländern die Betriebe sechs Monate länger Zeit, ihre Kassen für die Kontrollen der Finanzbehörden sicher zu machen.

Dennoch dürfen sich Gastgeber nun nicht zurücklehnen. Die Betriebe müssen nachweisen, dass sie bis spätestens 30. September 2020  - also dem offiziellen Ende der Nichtbeanstandungsfrist - einen Kassenfachhändler, Kassenhersteller oder einen anderen Dienstleister im Kassenbereich mit dem fristgerechten Einbau oder der Einbindung einer TSE beauftragt haben. 

Die neuen Sicherheitseinrichtungen sollen alle getätigten Umsätze unwiderruflich mitschreiben. Damit will die Regierung die Steuerhinterziehung am Point-of-Sale eindämmen, die dort Expertenschätzungen zufolge häufig über eine Umsatzverkürzung erfolgt. Dem Fiskus könnten diesen zufolge bisher pro Jahr bis zu 10 Mrd. Euro Steuereinnahmen verloren gehen. eck/lef

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