Deutscher Gastronomiepreis: Viel mehr als ein...
Deutscher Gastronomiepreis

Viel mehr als ein Club

Unternehmen
Gründertrio: (von links) Daniel Lente, Jan Denecke und Azar Moorad.
Gründertrio: (von links) Daniel Lente, Jan Denecke und Azar Moorad.

Berlin. Mit einer guten Portion Industriecharme und Kiezflair präsentiert sich der Haubentaucher, der kürzlich mit dem Deutschen Gastronomiepreis in der neuen Kategorie „Music“ ausgezeichnet

Berlin. Mit einer guten Portion Industriecharme und Kiezflair präsentiert sich der Haubentaucher, der kürzlich mit dem Deutschen Gastronomiepreis in der neuen Kategorie „Music“ ausgezeichnet wurde (AHGZ berichtete). Er befindet sich in den Backsteinbauten des ehemaligen Reichsbahnausbesserungswerks in Berlin-Friedrichshain. Die 7000 Quadratmeter große Location sprengt den Rahmen eines Club: „Die Idee des Haubentauchers war, einen Ort zu schaffen, an dem wir selber gern unsere Freizeit verbringen würden“, erläutert Daniel Lente, der zusammen mit Jan Denecke und Azar Moorad den Haubentaucher 2015 gegründet hat. Auf Reisen sei die Idee entstanden, eine für Berlin einzigartige Openair-Location zu eröffnen.

Als Herzstück schufen die drei Gründer einen 240 Quadratmeter großen Pool, der im Sommer willkommene Erfrischung und Chill- out-Atmosphäre bietet. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal“, unterstreicht Lente. „Wir sind eine Oase mitten in der Großstadt“, so Jan Denecke. Ambiente und die Ausstattung würden sich an mediterranen Vorbildern orientieren. Entsprechend offen und weitläufig ist der Outdoor-Bereich gestaltet, der neben einem Sonnendeck nebst Mobiliar einen Biergarten und einen Lounge-Bereich umfasst.

„Wir wollen uns durch qualitativ hochwertige Drinks und Essen ganz klar von einem Freibad-Konzept abheben“, unterstreicht Daniel Lente. Mit Berlin Cuisine hat man einen exklusiven Catering-Partner gefunden, der fürs Tagesgeschäft und Events Soulfood bereitstellt. Dabei ist immer mindestens eine Food-Station geöffnet. Bei großem Andrang gibt es noch weitere Grillstationen und eine Pizzatheke mit Steinofen. „Beim Speisenangebot verlassen wir uns ganz auf die Expertise von Max Jensen, dem Gründer und Inhaber von Berlin Cuisine“, so die Haubentaucher-Macher. Zum vergangenen Season Opening servierte das Team zum Beispiel Burger-Varianten sowie Fleisch- und Halloumi-Spieße vom BBQ-Grill. Auch die Cocktails kamen beim Publikum gut an. Zudem habe man das ganze Jahr über verschiedenste Streetfood-Märkte auf dem Gelände – vom Ice Cream Market über das African Food Festival bis hin zum „Holy Heimat“- Weihnachtsmarkt. Letzteres ein Beleg dafür, dass der Haubentaucher einer reinen Sommer-Location bereits entwachsen ist. „Wir wollen diese Aktivitäten in Zukunft weiter ausbauen“, so Lente.

Als Special Event zur Fußball-EM veranstalteten die Haubentaucher-Macher im vergangenen Jahr auch ein Public Viewing mit Platz für mehr als 1000 Gäste. Als Schlechtwetteroption wurden LED-Monitore in den beiden Hallen bereitgehalten. Denn neben den Freiflächen stehen noch 800 Quadratmeter Indoor-Kapazitäten zur Verfügung, in denen Musikveranstaltungen und Konzerte angeboten werden: „Wir arbeiten mit diversen Künstlern aus Berlin zusammen“, erläutert Daniel Lente. Auch internationale Künstler gastieren auf dem Areal. Ob DJ-Gigs, Ausstellungen, Corporate Events oder Fashion Shows – fast alle Eventformen werden bedient. „Vorstellbar wären auch Morning-Partys“, sagt Azar Moorad. Das wichtigste Zusatzgeschäft seien indessen Corporate Events: „Diese machen mindestens die Hälfte unseres Umsatzes aus.“

Bunt strukturiert ist die Zielgruppe: „Fürs Tagesgeschäft ist jeder willkommen“, so Lente. Von der älteren Dame, die morgens nur zum Schwimmen vorbeischaue, über junge Familien am Vormittag und Business-Gäste zur Mittagspause bis hin zum Szenepublikum gegen Abend sei wirklich alles dabei. „Natürlich kennen uns mittlerweile auch die Touristen, dennoch haben wir vor allem Gäste aus Berlin.“

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