Preise & Trophäen: Anne Maria Gerhardt ist Ga...
Preise & Trophäen

Anne Maria Gerhardt ist Gastgeberin des Jahres 2021

Christian Kielmann
Spitzenservicekräfte: (von links) Kanjanaporn Thongkhao (3. Platz), Anne Maria Gerhardt (1. Platz) und Tim Biebighäuser-Becker (2. Platz).
Spitzenservicekräfte: (von links) Kanjanaporn Thongkhao (3. Platz), Anne Maria Gerhardt (1. Platz) und Tim Biebighäuser-Becker (2. Platz).

Beim Jubiläumswettbewerb für junge Servicekräfte der Vereinigung L’Art de Vivre, dem Preis für Große Gastlichkeit, hat sie die Jury überzeugt: Anne Maria Gerhardt. Die 25-Jährige ist F&B-Managerin im Hotel Bareiss in Baiersbronn und konnte sich im Hotel Palace in Berlin gegen elf weitere Kandidatinnen und Kandidaten aus dem gesamten deutschsprachigen Raum durchsetzen.

Auf Platz zwei schaffte es Tim Biebighäuser-Becker (35) vom Hotel Deimann in Schmallenberg, und den dritten Platz sicherte sich die 28-jährige Kanjanaporn Thongkhao vom Hotel Schloss Fuschl in Österreich. 


"Ich empfinde es als große Ehre, diesen in der deutschen Hotellerie doch sehr renommierten Preis gewonnen zu haben", sagte Anne Maria Gerhardt nach der Siegerehrung der ahgz. Gleichzeitig sei es auch eine Bestätigung ihrer praktischen Arbeit mit den Auszubildenden im Hotel Bareiss. "So war es für mich ein Vorteil, dass ich erst vor Kurzem mit dem Nachwuchs das Thema Tee behandelt habe", so die F&B-Managerin, die sich in Berlin nicht ihren ersten Branchentitel holte. So wurde sie 2017, also mit 21 Jahren, "Bundesbeste Restaurantfachfrau" bei der DIHK Berlin. Und gerade wurde bekannt, dass Sie das begehrte Brenner-Stipendium ergattern konnte.
  
Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich von mehr als 60 Bewerbern aus dem ganzen deutschsprachigen Raum für das Finale im Hotel Palace Berlin qualifiziert
Christian Kielmann
Zwölf Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich von mehr als 60 Bewerbern aus dem ganzen deutschsprachigen Raum für das Finale im Hotel Palace Berlin qualifiziert


An diesem Montag ging es aber nicht nur um Tee, hier konkret um die Zuordnung von lose präsentierten Schwarz- und Grünteesorten zu ihren Ursprungsregionen. Die Aufgaben waren so vielfältig und anspruchsvoll wie nie. Am Vormittag schon starteten die zwölf jungen Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter in einen langen Prüfungstag mit zahlreichen schriftlichen und mündlichen Aufgaben. Da musste beispielsweise das passende Glas für diverse Weine und andere alkoholische Getränke gefunden werden. Auch das Entwickeln einer Rezeptur für einen alkoholfreien Aperitif mit harmonierendem Fingerfoodvorschlag war gefordert und im Reklamationsgespräch mussten unzufriedene Gäste beruhigt werden.

Herausforderungen: filetieren, tranchieren und flambieren

Höhepunkt war das Finale am Abend, als es galt rund 70 geladene Gäste zu am Tisch zu verwöhnen. Serviert wurde ein für die Kandidatinnen und Kandidaten bis dahin unbekanntes 3-Gänge-Menü. Die Herausforderungen dabei: Zubereitung eines Thunfischtatars am Tisch, das Tranchieren eines ganzen Rehrückens und das Flambieren eines Orangendesserts.

Praktische Arbeiten als Herausforderung: Filetieren, tranchieren und anrichten
Christian Kielmann
Praktische Arbeiten als Herausforderung: Filetieren, tranchieren und anrichten


Hier zeigten sich wie schon in den vergangenen Jahren doch einige Defizite, weil solche Techniken in der Praxis kaum noch gefordert werden. Und doch könnten sie Teil einer neuen Eventkultur in den Restaurants werden, denn bei den Gästen kommen solche handwerklichen Fertigkeiten stets gut an.

Wettbewerbserfahrung und wertvolle Preise als Lohn

Für die Kandidatinnen und Kandidaten, die sich aus einer Gruppe von mehr als 60 Bewerbern qualifiziert hatten, lohnte sich das Engagement. Neben den Erfahrungen und dem wichtigen Leistungsvergleich im Laufe des Wettbewerbs, erhielten alle eine Urkunde sowie von der IHK Akademie München & Oberbayern eine Einladung zu einem zweitägigen Workshop, der zusammen mit dem renommierten Spitzenkoch Franz Keller realisiert wird.

Erstmals in diesem Jahr engagierte sich das Unternehmen Schlumberger für den Wettbewerb. Die Vertriebsgesellschaft für Wein, Schaumwein, Spirituosen & Spezialitäten der gehobenen Kategorie in Deutschland lädt die Gewinner der Plätze 1 bis 3 zusätzlich zu einem Besuch des Champagnerhauses Louis Roederer nach Reims ein.

Und was ist mit Tee? Welche Sorte kommt woher?
Christian Kielmann
Und was ist mit Tee? Welche Sorte kommt woher?

Zehn Getränke mussten den passenden Gläsern zugeordnet werden
Christian Kielmann
Zehn Getränke mussten den passenden Gläsern zugeordnet werden


Freuen dürfen sich die drei Erstplatzierten zudem über jeweils eine L’Art de Vivre Preisskulptur sowie eine Geldprämie, wie auch über ein exklusives Produktset des Hauses Zwiesel, womit der Glashersteller die außergewöhnlichen Leistungen ehrt.

Fortbildungen und Reisen winken

Zusätzlich erhielt der Sieger vom langjährigen Partner Aqua Panna/S.Pellegrino die Einladung zu einer Reise zur italienischen Mineralwasserquelle. Die Gewinner der Plätze zwei und drei können sich auf ein bevorstehendes Event freuen: Sie werden zum Young Chef Award 2022 eingeladen. Mit einer Einladung zum Teemaster-Seminar des Traditionshauses Ronnefeldt kann sich die Gewinnerin oder der Gewinner weiter fit machen für die Zukunft.

Erstmals war die familiengeführte Privatkelterei Van Nahmen Teil des Partnernetzwerks und entwickelte mit seinen Produkten unter anderem einen spannenden Prüfungsteil.
Preis für Große Gastlichkeit

Mit diesem Award wird die Vielfalt des Berufs in den verdienten Mittelpunkt gerückt und ist Teil der konsequenten Nachwuchsförderung. Der Vereinigung der L’Art de Vivre Residenzen, dazu gehören ausgezeichnete Hoteliers, Gastgeber und Spitzenköche aus dem deutschsprachigen Raum, ist dieses Engagement ein besonderes Anliegen. Die zentrale Botschaft des Initiators L’Art de Vivre lautet: „Den Service-Beruf attraktiv darstellen, das Berufsbild stärken und mehr junge Menschen dafür begeistern – gerade in der aktuellen Situation kein leichtes Projekt“, so der Juryvorsitzende und 2-Sterne-Koch Hans Stefan Steinheuer. Bewerben können sich Servicemitarbeiter*innen, die eine abgeschlossen Berufsausbildung, mindestens ein Jahr Berufserfahrung nachweisen können und im Alter zwischen 18 bis 35 Jahren sind. Die ahgz ist Medienpartner und in der Jury vertreten. In allen Bereichen des Wettbewerbs unterstützt fachlich das International Wine Institute und Fachschule für Sommeliers aus Bad Neuenahr von Beginn an den Wettbewerb.

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