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Stuttgart: Ruby Hotels zieht ins Stadtkaufhaus Gerber

Anstelle von Retailflächen entstehen im Obergeschoss rund 150 Hotelzimmer und etwa 1700 qm Coworkingfläche. Durch den erweiterten Nutzungsmix will sich das Gerber optimal für die Zukunft aufstellen.

Einkaufszetrum Gerber: Ins Obergeschoss soll ein Ruby einziehen.Einkaufszetrum Gerber: Ins Obergeschoss soll ein Ruby einziehen.

STUTTGART. Voraussichtlich im Frühjahr 2023 wird Ruby Hotels im Gerber eröffnen. Dann wird hinter der historischen Fassade an der Ecke Tübinger Straße und Sophienstraße die Lobby des Hotels liegen. Der Vertrag ist unterzeichnet. Dies bestätigten gegenüber der Immobilien Zeitung Klaus Betz, Leiter Immobilien der Württembergischen Lebensversicherung, der das Objekt gehört, und Michael Struck, CEO von Ruby Hotels. Die Münchner Ruby-Gruppe betreibt derzeit acht Hotels, weitere 17 sind im Bau oder in der Planungsphase.

Dem Abschluss des Mietvertrags sei eine Machbarkeitsstudie sowie eine eingehende Marktanalyse vorausgegangen. Die Eigentümerin wurde dabei hotelfachlich von OSC Hospitality & Real Estate Consulting und bei den Mietvertragsverhandlungen von der Anwaltskanzlei Hogan Lovells begleitet.

Seit Monaten gibt es Leerstände im Gerber. Der Wettbewerb im Einzelhandel in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ist groß, dazu kommt der wachsende Konkurrenzdruck für E-Commerce für das 2014 eröffnete Stadtkaufhaus am Innenstadtring. Mehrmals schon hat sich das Geber mit neuen Angeboten in den Bereichen Einzelhandel und Gastronomie auf sich ändernde Nutzerverhalten einzustellen versucht.

Neue Weichenstellung

Nun soll durch die Konversion von Non-Food-Retailflächen im Obergeschoss des Gerbers ein weiterer Attraktivitätsgewinn für Anrainer, Besucher und Mieter erzielt werden. „Quartiere wie das Gerber sind die Zukunft der Städte“, ist Lars Jähnichen überzeugt, Geschäftsführer von IPH Centermanagement, die seit letzten Oktober das Management des Stadtkaufhauses verantwortet. Und er stellt klar: Der Angebotsschwerpunkt im Gerber liege auch künftig auf Nahversorgung und deren Mix aus Vollsortiment, Discount und Drogerie. Im Zuge der Umbauarbeiten im ersten Obergeschoss ab diesen Herbst werden rund 6.000 qm Einzelhandelsfläche umgewidmet, die teils bereits leer stehen. Der Einzelhandelsanteil reduziert sich dadurch auf etwa 18.000 qm. Die Gastronomieflächen werden für einen Frühstücksraum und die Hotelbar um knapp 300 qm auf dann insgesamt 1.800 qm ausgeweitet.

„Dass wir Ruby Hotels gewinnen konnten, ist für das Gerber eine wichtige Weichenstellung und die konsequente Abrundung des Gesamtkonzepts“, betont Klaus Betz. Zusammen mit dem Hotel und den Coworkingflächen habe man mit mehr als sechs Nutzungsarten auf einer Dichte konzentriert, die dem Leitbild der „Stadt der kurzen Wege“ gerecht werde. Dagmar Lange

Dieser Artikel ist in der Immobilien Zeitung erschienen.


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