Interview

Warum Revo München auf Coworking setzt

Archiv ahgz / Nassauer Hof
Für Revo-General-Managerin Carla Lopes sind Coliving und Coworking wichtige Elemente des Hotelkonzepts.
Für Revo-General-Managerin Carla Lopes sind Coliving und Coworking wichtige Elemente des Hotelkonzepts.

Das kürzlich in München eröffnete Revo setzt auf eine neue Kombination aus Serviced Apartments und Hotel - in dem Coliving und Coworking eine wichtige Rolle spielen. General Managerin Carla Lopes erläutert die Hintergründe.

Welche Erwartungen hat Revo an die Nachfrage nach Meeting Spaces im Revo München? An Meetings eigentlich nicht wirklich viel. Wir bieten einen Boardroom für 10 Personen, natürlich mit modernster Technik ausgestattet, ansonsten richten sich unsere Erwartungen eher auf die Co-Work-Bereiche.

Sehen Sie als Folge der Pandemie eine höhere Nachfrage  nach einem solchen Angebot? Coworking war schon vor der Pandemie Trend. Corona hat ihn nur verstärkt. Die Kombination Cowork-Spaces und Homeoffice sorgt dafür, dass weniger Platz benötigt wird und flexible Arbeitsplatzmodelle immer populärer werden. Revo ist tatsächlich eine super Option für Freelancer und kleine Unternehmer

Wie werden die Meeting Spaces (sowie die Community Spaces) marketingseitig publik gemacht und vermarktet? Natürlich wird hierfür Social Media eingesetzt, attraktives Bildmaterial, Bewegtbild. Influencer-Kooperationen helfen zudem und natürlich die lokale Presse – alle Kanäle, die potenzielle Interessierte ansprechen.


Wie sind die weiteren Pläne zur Etablierung von Meeting Spaces in Revo Hotels? Unser Fokus liegt auf Coliving und Coworking und ganz klar Wohnen auf Zeit. Wer bei uns wohnt, soll gerne länger bleiben und hier leben und von hier aus arbeiten.

Wer sind die anvisierte Hauptzielgruppe von Meeting Spaces und wie sieht das bereits erkennbare Nutzungsverhalten aus? Wir sind gerade erst auf den Markt gekommen, aber die Nachfrage ist bereits hoch. Wir bieten es aber eben bis auf den einen Raum nicht an.

Und wie sieht es mit Coworking aus? Was bereits angenommen wird, ist die Nutzung des Cowork-Bereichs, ohne einen Schreibtisch oder ein Büro oder Homeoffice-Zimmer mieten zu müssen. Wir haben zwei große Social Tables, Steckdosen an jedem Sitzplatz - auch in unserem Social-Staircase sowie eine sehr gute Internetverbindung. Und ja, das Angebot wird angenommen, aber wir haben gerade erst geöffnet und werden nun zum Jahresbeginn sehen, wie es sich wirklich entwickelt, November und Dezember sind bekanntlich nicht die stärksten Businessmonate.

Sind es eher Hotelgäste oder eher externe Nutzer aus dem lokalen Umfeld? Sowohl als auch. Obwohl man schon ein Trend erkennen kann: Bis Mittag sind es eher Nutzer aus der Nachbarschaft und später die Revo-Gäste.

Gibt es Rahmenvereinbarungen mit Unternehmen zur Nutzung von Revo als Workspace? Noch nicht und ich glaube nicht, dass wir es tun werden. Unser Fokus liegt auf Coliving & Cowork und der Community, unserer Nachbarschaft.

Wie sehen die Preismodelle zur Nutzung der Meeting Spaces - von Boardroom bis Sekretär und Homeoffice -  aus? Der Boardroom, die 2 Büros und die Schreibtische können ganztags oder nur halbtags gemietet werden. Homeoffice nur ganztägig. Preise variieren zwischen 350 Euro  und 15 Euro, also ist wahrlich für jeden etwas dabei.

Welche baulichen/gestalterischen Voraussetzungen sind erforderlich, um die Hotelflächen als Büro zu nutzen? Es kommt auf eine ruhige Atmosphäre an. Auf ergonomische Arbeitsplätze, die dennoch schön aussehen. Auf möglichst gutes Ausnutzen des Platzes, aber dabei auch immer noch genug Abstand, damit niemand gestört wird durch Coworker. Und es muss technisch einwandfrei sein, jedes Bedürfnis muss erfüllt werden. Das ist eine Herausforderung an Architektur und Interior Design. Wir haben es zum Beispiel durch den Einsatz von Vintage-Möbeln gelöst, die automatisch eine schöne Atmosphäre schaffen, auch wenn es ein Arbeitsplatz ist.

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