Von Casablanca bis James Bond: Diese Location...
Von Casablanca bis James Bond

Diese Locations dienten als Filmkulissen

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James-Bond-Drehort: Das ice Q im Tiroler Skigebiet Sölden
James-Bond-Drehort: Das ice Q im Tiroler Skigebiet Sölden

Ob Harry und Sally, Es war einmal in Amerika oder Hangover: Viele Örtlichkeiten, in denen Dreharbeiten stattfanden, werben erfolgreich damit und machen passende Offerten – Signature Drinks und Hochzeitsangebote inklusive.

Chivas Regal, Sweet Vermouth, Rosmarin-Sirup und Apfelsaft sind die Zutaten des Cocktails, der in der Sky Bar des Restaurants Scirocco im Hotel Lebua at State Tower in Bangkok für knapp 30 Euro über die Theke geht. "Die meisten Gäste kommen wegen des Hangovertini her, er ist mit Abstand der am meisten bestellte Drink", sagt eine der Barkeeperinnen. Zwar sprechen schon allein die Küche des Scirocco und die einmalige Aussicht für sich – aber Filmfans wollen vor allem die Kulisse des Blockbusters Hangover live erleben, der hier teilweise gedreht wurde.

Kein Einzelfall: Durch Filmszenen berühmt gewordene Bars, Restaurants und Hotels werben oft noch Jahre später mit der Location, wie unser Überblick zeigt.

Berühmte Tischszene: Katz's Delikatessen in New York
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Berühmte Tischszene: Katz's Delikatessen in New York

Sydney: Im Imperial Hotel in Erskineville, einem Vorort von Sydney, traten die Drag-Queens des australischen Road-Movie The Adventures of Priscilla, Queen of the Desert (Priscilla – Königin der Wüste) auf. In dem Lokal, in dem die erste und letzte Szene des schrillen Streifens gedreht wurden, treten auch heute noch an Wochenenden entsprechend gestylte Darsteller auf und tanzen genau wie im Film auf der Bar. Das dortige Restaurant Priscillas bezieht sich konkret auf den Kultfilm und bietet unter anderem Cocktails mit von Drag-Darstellern inspirierte Namen wie Ruby Slipper, Peach Fuzz oder Miss 3D an.

New York: "Wo Harry Sally traf ..." steht in blauen Buchstaben auf einem Schild in Katz's Delicatessen in Manhattan – unter ihm der Tisch, an dem Meg Ryan in dem berühmten Film von 1989 mit einem vorgetäuschten Orgasmus Filmgeschichte schrieb. Katz's ist einer der ältesten der berühmten New Yorker Delis, wurde 1888 gegründet und ist mit dem Verkauf jüdischer Spezialitäten längst zu einer Institution geworden. Die Prominenz durch Harry und Sally ließ dabei offenbar auch die Preise steigen: Für den Haus-Klassiker – Pastrami-Sandwich auf Roggenbrot – werden rund 30 Dollar fällig.

Film-Locations: 007 lässt grüßen


Beverly Hills: Es ist eine vornehme Adresse an der eleganten Shoppingmeile Rodeo Drive in Beverly Hills, die durch die Film-Romanze Pretty Woman noch bekannter wurde. Im Luxushotel Beverly Wilshire stieg der von Richard Gere gespielte superreiche Geschäftsmann ab, der die Prostituierte Vivian (Julia Roberts) dorthin mitnahm. Viele Szenen wurden in dem Hotel gedreht. Die Restaurant-Bar THEBlvd serviert noch heute den Drink Feeling Pretty, einen Mix aus Champagner, Wodka, Pfirsichlikör und Himbeeren, mit einer roten Rose verziert – für 28 Dollar. Es geht auch teurer: Für 300.000 Dollar bietet das Hotel ein dreitägiges Pretty Woman-Luxuserlebnis an, das dem Filmmärchen nachempfunden wurde: Übernachtung in der Präsidenten-Suite mit diversen Extras inklusive.
„Die meisten Gäste kommen wegen des Hangovertini her, er ist mit Abstand der am meisten bestellte Drink.“
Barkeeperin der Sky Bar des Hotels Lebua at State Tower in Bangkok

Schilthorn: Es sah damals sehr futuristisch aus, das Piz-Gloria-Hauptquartier des Bösewichts Blofeld im sechsten James Bond 007-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät. Tatsächlich handelte es sich um das damals im Bau befindliche Drehrestaurant auf der Spitze des 2970 Meter hohen Schilthorns in der Schweiz, mit Panoramasicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Die Eröffnung fand erst nach den Dreharbeiten statt, in dem Jahr, als der Bond-Film mit George Lazenby in der Hauptrolle in die Kinos kam: 1969. Die Panoramascheiben sehen noch heute noch aus wie im Film, und auch das goldene Gitter an der Treppe ist noch wie damals. Auf der Speisekarte steht der 007-Burger, bei dem die Agentennummer in die obere Brötchenscheibe gebrannt ist – für 27 Euro inklusive Pommes Frites und Salat. Ein Bond-Museum zeigt dort bis heute Filmszenen und Anekdoten aus der Drehzeit.

Sölden: Ein weiteres Gipfelrestaurant mit Bond-Vergangenheit steht im österreichischen Sölden: Das ice Q. Der Glaswürfel auf 3048 Meter Seehöhe diente 2015 in Spectre als Ausgangspunkt für eine dramatische Verfolgungsszene mit Daniel Craig als Agent 007. Anders als im Film verbirgt sich im ice Q keine Privatklinik, sondern ein Haubenrestaurant mit Blick auf die Tiroler Alpen. Vermarktet wird der Streifen noch heute: 2018 wurde an dem Drehort eine interaktive Bond-Erlebniswelt eröffnet.

Venedig: 1984 speiste Robert De Niro in der Rolle des David Aaronson im Gangsterfilm Once Upon a Time in America (Es war einmal in Amerika) in einem prunkvollen Saal des Hotels Excelsior in der Lagunenstadt. Die Sala Stucchi, wie der Raum offiziell heißt, wird heute unter anderem für Hochzeiten vermietet. Das Hotel wirbt in einer Broschüre mit seiner einmaligen und unvergesslichen Kulisse – und wirbt noch heute mit dem De-Niro-Klassiker: "Lassen Sie sich von der Pracht der Sala Stucchi verzaubern, die im berühmten Film C'era una volta in America 1984 zu sehen war." Angepriesen werden vor allem die Kronleuchter aus Muranoglas und die riesigen Panoramafenster mit Blick aufs Meer.

San Diego: Das legendäre Hotel Del Coronado
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San Diego: Das legendäre Hotel Del Coronado

San Diego: Stolz verweist das berühmte kalifornische Hotel Del Coronado auf seine Rolle in Hollywoods Hit-Komödie Manche mögen's heiß (Some Like It Hot). Die "spektakuläre, in Sonnenlicht getauchte Silhouette von viktorianischer Architektur" sei die perfekte Kulisse für Billy Wilders ikonischen Film mit Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon gewesen, heißt es auf der Webseite des 1888 auf einer Halbinsel vor San Diego gebauten Luxushotels. Das Hotel erinnert mit Some Like it Hot-Events an die legendäre Komödie. Beim 50-Jahre-Jubiläum 2009 feierte Tony Curtis als letzter noch lebender Hauptdarsteller mit.

Paris: Bis heute präsent ist auch die Filmvergangenheit im Café des Deux Moulins, in dem die Hauptdarstellerin Audrey Tautou in Die fabelhafte Welt der Amélie als Kellnerin arbeitet. Zahlreiche Filmszenen spielen in dem Etablissement und erzählen von den Begegnungen mit Amélies Stammkundschaft und Kolleginnen. So erinnern zwei große Porträts von Amélie, die in dem Lokal hängen, an die Dreharbeiten. Und natürlich enthält die Speisekarte auch eine Crème Brûlée – jenes Dessert, dessen Kruste Amélie so gerne mit der Löffelspitze zerbricht.

Casablanca: Von allen Cafés auf dieser Welt kommt sie ausgerechnet in seines. Die Rede ist von Ilsa (Ingrid Bergman), die auf der Flucht vor den Nazis ihrer früheren Affäre Rick (Humphrey Bogart) in dessen Nachtclub in Casablanca wiederbegegnet. Rick's Café Américain gab es aber ursprünglich nicht in der gleichnamigen marokkanischen Stadt. Tatsächlich wurde keine einzige Szene des Melodrams, das 1942 Premiere feierte, in Marokko gedreht. Die Bar war eine reine Hollywood-Kulisse. Seit dem Jahr 2004 gibt es aber doch ein Rick's Café in Casablancas Innenstadt. Die ehemalige US-Diplomatin Kathy Kriger eröffnete das gleichnamige Lokal in Anlehnung an den Film. Die Kellner tragen Kleidung wie in der Filmvorlage, Pianisten spielen Stücke aus den 1940er-Jahren. Die orientalische Inneneinrichtung fällt aber prunkvoller aus, als die eher dezent gehaltene Dekoration aus der Bar in Michael Curtiz' Streifen.

Newcastle: In der englischen Stadt wirbt der 1800 gegründete Pub The Victoria Comet damit, dass Michael Caine als Auftragskiller Jack Carter im Gangsterklassiker Get Carter dort einkehrte, bevor er mit den Mördern seinen Bruders abrechnete. Damals hieß der Pub noch The Vic & Comet. An den Wänden erinnern Szenenbilder und Fotos an den Film, der 1971 als Jack rechnet ab in die deutschen Kinos kam.

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