arcona Hotels zum Restart: "Manche Auflagen ...
arcona Hotels zum Restart

"Manche Auflagen sind ungerecht und unwirtschaftlich"

Arcona
Arcona-Chef Alexander Winter: "Viele Betriebe waren zu Pfingsten und an den Folgetagen bereits zu 90 Prozent gebucht, welche der Gäste sollen sie denn nun wieder ausbuchen?"
Arcona-Chef Alexander Winter: "Viele Betriebe waren zu Pfingsten und an den Folgetagen bereits zu 90 Prozent gebucht, welche der Gäste sollen sie denn nun wieder ausbuchen?"

arcona-Geschäftsführer Alexander Winter kritisiert den bundesweiten "Flickenteppich" bei den Corona-Auflagen. Dennoch geht das Unternehmen optimistisch in die Zukunft.

ROSTOCK. Die erste Woche war schon "merkwürdig", das Abstandhalten sei in der Gastgeber-Branche für Gäste und Mitarbeiter befremdlich. Das resümiert die arcona Hotelgruppe wenige Tage nach der Wiedereröffnung ihrer Hotels für touristische Übernachtungen.

Die arcona Hotels & Resorts sind seit einer Woche wieder geöffnet. Das Romantik Hotel auf der Wartburg, das Hotel Elephant in Weimar, das Wyn.Strandhotel auf Sylt, das Hanseatic Hotel in Göhren und die arcona Living Appartements First Sellin auf Rügen haben bereits ihre ersten Gäste empfangen. Das Gartenhotel Erika in Kützbühel wird derzeit renoviert und soll im Winter 2020/2021 runderneuert wiedereröffnen.

arcona-Geschäftsführer Alexander Winter empfindet die gesetzlichen Herausforderungen derzeit gerade für eine kleinere Hotelgruppe als enorm, zumal er mit fünf Häuser in zwei Ländern und drei verschiedenen Bundesländern unterschiedlichste behördlichen Auflagen umsetzen muss. "Dieser Flickenteppich ist für alle Hoteliers, die mehrere Häuser in Deutschland besitzen, fast schon eine Katastrophe", so Winter.

Die arcona Living Appartements First Sellin auf Rügen sind von den strikten Belegungsvorgaben in Meck-Pomm betroffen
Arcona
Die arcona Living Appartements First Sellin auf Rügen sind von den strikten Belegungsvorgaben in Meck-Pomm betroffen


Gerade die Vorgaben des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern, das den Hoteliers nur 60 Prozent Auslastung zugesteht, führen zu erheblichen Startschwierigkeiten. "Das ist unwirtschaftlich und auch ungerecht. Viele Betriebe waren zu Pfingsten und an den Folgetagen bereits zu 90 Prozent gebucht, welche der Gäste sollen sie denn nun wieder ausbuchen?", fragt sich Winter. Er hatte zudem bereits versucht, zusammen mit anderen Hoteliers Druck auf die Politik auszuüben, aber das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat den Eilantrag eines Kollegen gegen die Obergrenze in Hotels und Pensionen wegen der Corona-Pandemie abgelehnt.

Trotz allem gibt man sich bei arcona auch optimistisch, was die Zukunft betrifft: "Wir sind mit blauem Auge durch diese Krise gekommen." Glücklich ist Winder nun, dass er und sein Geschäftspartner Prof. Stephan Gerhard im vergangenen Jahr die Stadthotels verkauft haben. Diese gingen an die österreichische Hotelgruppe Vienna House. Nun will Winter nach vorne blicken, im Hinblick auf die Expansion. Sowohl mit seinem Unternehmen arcona, aber auch bei den barefoot Hotels von Til Schweiger soll es bald neue Standorte geben. red/rk

Weitere Stimmen zum Restart der Branche finden Sie hier: 


stats