Corona-Update: 10 Risikogebiete - Beherbergun...
Corona-Update

10 Risikogebiete - Beherbergungsverbot in Bayern greift

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Negativer Coronatest? Sonst dürfen Gäste aus 10 Risikogebieten nicht in bayerischen Hotels übernachten
Negativer Coronatest? Sonst dürfen Gäste aus 10 Risikogebieten nicht in bayerischen Hotels übernachten

Zudem hat sich Bundeskanzlerin Merkel mit den Bürgermeistern elf großer deutscher Städte auf zusätzliche Maßnahmen geeinigt - die Gastronomie muss mit Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen rechnen.

STUTTGART. Maskenpflicht überall in der Öffentlichkeit? Stuttgart ist kurz davor.  Ab 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner soll es für Großstädte umgehend neue Beschränkungen geben. Dazu gehören außer einer Erweiterung der Maskenpflicht auch strengere Kontaktbeschränkungen, Sperrstunden und Alkoholbeschränkungen für die Gastronomie sowie Teilnehmerbeschränkungen für Veranstaltungen und private Feiern. Dies hat die Stadt Stuttgart bekannt gegeben.

Ihr Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Die Grünen) war Teil einer Videokonferenz-Runde, zu der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Spitzen der elf größten deutschen Städte geladen hatte, um über die Lage zu beraten. Außerdem mit dabei waren auch die Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Leipzig. Weitere Maßnahmen sollen zudem die Sicherheit in Altenheimen gewährleisten und die Gesundheitsbehörden entlasten.

Fürchten um ihre Existenz: Von Coronamaßnahmen geschädigte Gastronomen
Julie Limont via www.imago-images.de
Fürchten um ihre Existenz: Von Coronamaßnahmen geschädigte Gastronomen


Sperrstunden belasten die Gastronomie schwer, die sich in den letzten Wochen etwas von den Nachwehen des Shutdowns erholte hatte und sogar an Outdoor-Konzepten für eine Corona-Wintersaison feilten. Auch für die Hotellerie verschlimmert sich die Lage.

Ganz aktuell greift nun in Bayern ein Beherbergungsverbot für 10 Risikogebiete - es tritt ab 10. Oktober in Kraft, vorerst bis 13. Oktober.

• Stadt Berlin

• Stadtgemeinde Bremen

• Kreisfreie Stadt Frankfurt am Main

• Kreisfreie Stadt Offenbach

• Kreisfreie Stadt Hamm

• Kreisfreie Stadt Herne

• Kreisfreie Stadt Remscheid

• Landkreis Esslingen

• Landkreis Cloppenburg

• Landkreis Wesermarsch

Verband fordert Aussetzung des Beherbergungsverbots

"Die Zahl der Corona-Infektionen ist auch in Nordrhein-Westfalen gestiegen, wobei das professionelle Gastgewerbe mit Restaurants, Gaststätten, Cafés und Kneipen aufgrund strenger Coronaschutzvorschriften bis jetzt äußerst wenig zum Infektionsgeschehen beigetragen hat", betont der Dehoga NRW in einem Statement. Der Landesverband in Rheinland-Pfalz fordert gar einen Verzicht auf das kürzlich von 11 Ländern beschlossene Beherbergungsverbot für Reisende aus Hotspots. Sie sollen nur in Hotels schlafen dürfen, wenn sie einen aktuellen Corona-Negativtest vorweisen. Wie feststellen, ob der Gast aus einem Risiko-Landkreis kommt? vom 03. Jul 2020

Gereon Haumann, Präsident Dehoga Rheinland-Pfalz unterstreicht: „Seit der öffentlichen Berichterstattung über die Beherbergungsverbote überrollt eine Stornowelle unsere Beherbergungsbetriebe und verhagelt uns das dringend benötigte Geschäft in den Herbstferien“

Gastgewerbe schwer angeschlagen

Das Gastgewerbe war von Anfang an und ist weiterhin von der Corona-Pandemie äußerst stark betroffen. Die Branche rechnet bis Jahresende mit Umsatzeinbußen von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über 70 Prozent der Betriebe sehen bei einem weiteren Fortgang der Pandemie ihre Existenz gefährdet. Bestimmte Betriebstypen wie Clubs und Diskotheken dürfen immer noch nicht öffnen.

Allerdings stiegen die Infektionszahlen in Deutschland erstmals exponentiell, innerhalb eines Tages verdoppelten sich die Neuinfektionen nahezu (vom 7. auf 8. Oktober auf 4000). Heute (9.10.) liegen die Neuinfektionen bei knapp 4100. Daher hatte Merkel auch auf strengere Regelungen in Großstädten bestanden.

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