Beherbergungsverbot: 11 Bundesländer einigen ...
Beherbergungsverbot

11 Bundesländer einigen sich - 5 halten dagegen

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Negativer Coronatest: Reisende aus Corona-Hotspots werden ihn künftig brauchen
Negativer Coronatest: Reisende aus Corona-Hotspots werden ihn künftig brauchen

Für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots sollten überall in Deutschland die gleichen Regeln gelten - doch einige Länder ziehen nicht mit.

BERLIN. Der Anspruch ist klar: Gleiche Regeln für Reisende  - bundesweit. Einige Länder hatten bereits Quarantäneregeln für Reisende aus deutschen Corona-Hotspots festgelegt - sogar besonders strenge wie Schleswig-Holstein. Nun sollte heute in Berlin eine deutschlandweit einheitliche Regelung gefunden werden, die letztlich nicht rund wurde. Denn fünf Länder - besonders offensiv Thüringen - stellen sich quer. Auch Bremen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen prüfen noch. Einziger verlässlicher Lichtblick für Reisende für aus Corona-Hotspots: Ein aktuell negativer Coronatest, der nicht älter als 48 Stunden ist. So kommen deutschlandweit überall unter.

Ministerpräsident Markus Söder teilte für Bayern mit, dass Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots ohne negativen Corona-Test schon von diesem Donnerstag an (8.10.) nicht mehr in bayerischen Hotels und Gaststätten übernachten dürfen. Das Beherbergungsverbot soll demnach für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen gelten. Die genauen Gebiete müssen noch vom bayerischen Gesundheitsministerium benannt werden. Söder erklärte, wer einen aktuellen, negativen Corona-Test vorweisen könne, dürfe auch weiterhin in Hotels in Bayern übernachten.

Schleswig-Holstein hatte schon Quarantäne-Regeln

Wegen Quarantäneauflagen für Einreisende aus einigen deutschen Kommunen und Berliner Stadtbezirken mit hohen Infektionszahlen war zuletzt vor allem Schleswig-Holstein in die Kritik geraten. Auch die Regelung in Rheinland-Pfalz war ähnlich streng. Beide Landesregierungen zeigten sich kompromissbereit, zu einem bundesweit einheitlichen Rahmen zu kommen und bisherige Regeln anzupassen. Im Gegensatz zu Thüringen, wo man kurz vor Beginn der Herbstferien keine Gäste pauschal abweisen will.

Die Bundesregierung hatte ein gemeinsames Vorgehen von Bund und Ländern angemahnt. Unklar bleibt, wie Risikogebiete eingekreist werden. Handelt es sich um eine ganze Stadt oder einzelne Stadtteile wie zuletzt in Berlin? Darüber debattiert die Politik weiter. 10 Risikogebiete - Beherbergungsverbot in Bayern greift vom 09. Oct 2020

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