Geschäftszahlen: Accorhotels sieht sich im Au...
Geschäftszahlen

Accorhotels sieht sich im Aufwind

Zukäufe und strategische Kooperationen scheinen die Accor-Gruppe offenbar zum Erfolg zu führen. Die nächste Übernahme ist schon geplant.

PARIS. Der französische Konzern Accorhotels hat das Jahr 2016 mit einem leichten Umsatzplus abgeschlossen. So hat er nach eigenen Angaben 5,631 Mrd. Euro und damit 0,9 Prozent mehr erwirtschaftet als im Vorjahr. Das Betriebsergebnisses (Ebit) konnte um 4,6 Prozent auf 696 Mio. gesteigert werden.

„Trotz des schwierigen Umfelds konnte Accorhotels im Jahr 2016 hervorragende Ergebnisse verzeichnen“, kommentiert CEO Sébastien Bazin. „Wir haben neue Märkte erschlossen und Dienstleistungen eingeführt und konnten so zum Vorteil unserer Kunden unsere führende Position festigen und neue Horizonte eröffnen.“

Das Jahr 2016 war bei Accorhotels geprägt durch zahlreiche Übernahmen sowie neue Beteiligungen. So hat der Konzern die übernommenen Marken der FRHI-Hotelgruppe, Fairmont, Raffles und Swissôtel, in sein Portfolio integriert. Zudem hat er 100 Prozent der Anteile an Onefinestay übernommen, einem Marktführer für die Vermietung luxuriöser Serviced Homes. Zudem kaufte Accorhotels 79 Prozent der Anteile an John Paul, einem Anbieter von digitalen Concierge-Diensten. Ebenso sind die Franzosen als Anteilseigner bei der deutschen Lifestyle-Hotelkette 25hours eingestiegen.

Für 2017 gibt es schon weitere Projekte. So hat Accorhotels Übernahmeverhandlungen für Travel Keys aufgenommen, einem Mittler für Luxus-Ferienhäuser. Auch soll die Immobiliensparte Hotelinvest in eine eigene Gesellschaft umgewandelt werden. CEO Sébastien Bazin erhofft sich davon „wichtige Handlungsspielräume zur Wahrnehmung der zahlreichen Chancen eröffnen, die sich aufgrund des raschen Wandels unserer Branche bieten.“

Einen Paukenschlag in der breiten Öffentlichkeit ist Accorhotels unterdessen am Mittwoch Abend gelungen. Da hatte das Hotelunternehmen mitgeteilt, dass der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy in den Verwaltungsrat einzieht und dort künftig für internationale Strategien zuständig sein wird. red/rk

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