So lief das erste Quartal 2021

Das Jahr 2021 begann für die Branche im Lockdown und ohne absehbare Perspektive. Gleichzeitig punkteten Messen und Gastgeber mit vielen neuen Ideen und Konzepten.

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Passend zum Jahresende lassen wir das Jahr 2021 noch einmal Revue passieren. Hier kommen ausgewählte Themen, die die Branche im ersten Quartal bewegten.

Januar


Start mit Lockdown

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Deutschlands Gastgewerbe geht schon unter den schlechten Voraussetzungen des Vorjahres ins neue Jahr: Seit Anfang November 2020 gilt landesweit der zweite Lockdown der Coronakrise, mit zahlreichen Beschränkungen für Hotellerie und Gastronomie. Restaurants dürfen wieder nur Speisen zum Verzehr außerhalb der Gasträume anbieten, also zum Abholen oder Ausliefern. Und die Hotels dürfen wieder einmal nur Gäste beherbergen, die aus beruflichen oder anderen wichtigen Gründen unterwegs sind, aber keine Privatreisenden. Die Beschränkungen werden mehrfach verlängert. Erst um Pfingsten herum lockern die Bundesländer. Bei den Corona-Hilfen hakt es derweil im Detail: Größere Unternehmen und solche, die in mehreren Branchen aktiv sind, fallen aufgrund der Vorgaben heraus. Die Politik muss nachbessern. Die Branche wird kreativ, um Gastgeber und Gäste zueinander zu bringen, etwa beim Dinner im Wohnmobil oder Hotelzimmer.

Neuer Look für Atlantic Hamburg
Das 5-Sterne-superior-Hotel an der Außenalster startet mit einer großen Neugestaltung ins Jahr. Zudem ist es nun Teil der zu Marriott gehörenden Autograph Collection. 1909 als Grandhotel für die Erste-Klasse-Passagiere der Hapag Hamburg-Amerika-Linie eröffnet, ist das Traditionshaus bis heute ein Treffpunkt für Kosmopoliten.
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Lobby, Atlantic Bar, Atlantic Restaurant sowie der Alstersalon bekamen ein neues Design, die Festsäle mit ihren Stuckarbeiten wurden restauriert. Mit dem Atlantic Grill & Health hat ein neues gastronomisches Konzept Einzug gehalten. „Wir machen den ursprünglichen Geist unseres Hotels für unsere Gäste mit der Verbindung von hanseatisch-maritimen Referenzen und internationalen Inspirationen neu und spannend erlebbar“, so der geschäftsführende Direktor Franco Esposito. 

Februar


DHK wird virtuell

Der Deutsche Hotelkongress, das große Branchentreffen der ahgz zum Jahresauftakt, muss coronabedingt ins Netz umziehen. Am 1. Februar moderiert Rolf Westermann erstmals allein und aus dem Studio in Frankfurt eine erste Diskussionsrunde zu Status quo und Perspektiven der Hotellerie. Fast 1800 Teilnehmer hören und sehen zu. Der Präsenztermin in Verbindung mit der Preisverleihung zum Hotelier des Jahres ist damals noch für Juni angedacht. Immerhin: Im September findet er tatsächlich statt.
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März

Messen nur digital 
Foto: Internorga

Auch dieses Jahr fallen die großen Branchentreffen in Präsenz weg und müssen stattdessen virtuell stattfinden. Die Internorga in Hamburg firmiert unter IDX_FS Expo und setzt wie die Internationale Touristik-Börse ITB in Berlin auf ein umfassendes Angebot im Netz, mit virtuellen Ausstellungsflächen, Preisverleihungen, Vorträgen und Diskussionen sowie Plattformen zum Austauschen und Vernetzen. 
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 Die eigentlich nur alle zwei Jahre ausgerichtete Intergastra der Messe Stuttgart geht 2021 außer der Reihe digital an den Start.

Steigenberger will rasant wachsen
Marcus Bernhardt, CEO der Deutschen Hospitality, kündigt die neue Unternehmensstrategie an, mit der die Hotelgruppe stark wachsen und zu einem der größten Player in Europa aufsteigen soll. Das Ziel, festgemacht an der Zahl der Hotels, die die Kette in wenigen Jahren insgesamt umfassen soll, wird dabei in kurzem Takt erhöht und erreicht zum Deutschen Hotelkongress in Berlin im September schließlich die Vorgabe von 700 Häusern.

12.18. ohne Kempinski
Nur eineinhalb Jahre nach der Verkündung platzt die Kooperation zwischen der Unternehmensgruppe 12.18. und Kempinski.
12.18.-Chef Jörg Lindner
12.18.-Chef Jörg Lindner
Foto: 12.18.
Die beiden wollten gemeinsam 20 neue Luxushotels mit einem Investitionsvolumen von rund 500 Mio. Euro entwickeln, darunter auch ein Haus in New York. Die Kooperation begann mit dem Luxusresort 7Pines auf Ibiza, das zusätzlich den Namen Kempinski erhielt. Mehr gemeinsame Brandings waren geplant, auch weitere Hotels des Düsseldorfer Investmentspezialisten sollten unter dem Markennamen Kempinski laufen, etwa Schloss Fleesensee in Mecklenburg. Nach der Trennung von Kempinski kommt im Sommer Hyatt zum Zug: Der US-Riese wird neuer Partner von 12.18. und macht das 7Pines Resort Ibiza zum ersten Hotel seiner Marke Destination by Hyatt in Europa.

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