Hilferuf: Alarmstufe Rot für Eventlocations
© Kirberg GmbH ; Fotograf Johannes Dreuw
Auch die schönsten Eventorte – wie das Palais im Park – leiden unter der Krise.
Auch die schönsten Eventorte – wie das Palais im Park – leiden unter der Krise.

BERLIN.In mehr als 250 Städten wurden die Eventlocations, Spielstätten, und andere Veranstaltungsorte mit rotem Licht illuminiert. Die Branche will mit der Aktion die Politik zu einem Dialog

BERLIN.In mehr als 250 Städten wurden die Eventlocations, Spielstätten, und andere Veranstaltungsorte mit rotem Licht illuminiert. Die Branche will mit der Aktion die Politik zu einem Dialog aufrufen. Denn wenn es so weiter gehe, überstehe die Veranstaltungsbranche die nächsten 100 Tage nicht. Das erklärt Tom Koperek, Initiator der Aktion.

„Die aktuellen Auflagen und Restriktionen machen die wirtschaftliche Durchführung von Veranstaltungen quasi unmöglich.“ Das treffe nicht nur die Veranstalter, sondern auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister jeder Art und Größe: Von Technikfirmen, Bühnen- und Messebauern, Ausstattern, Logistikern über Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Content, Drehbuch, Regie oder Blumendekoration zu Events beisteuert. Auch Hotels und Caterer sind stark betroffen.

Bernd Fritzges, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Veranstaltungsorganisatoren e.V. (VDVO), zieht eine positive Bilanz: „Mit der ‚Night of Light‘ haben die Initiatoren eine Sichtbarkeit der Veranstaltungsbranche geschaffen, die ihrer würdig ist“, sagte Fritzges derahgz. Die Veranstaltungswirtschaft insgesamt steht laut den Initiatoren der „Night of Light“ für einen jährlichen Kernumsatz von mehr als 10 Mrd. Euro und1 Million Beschäftigte.

Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, so beschäftigen mehr als 300.000 Unternehmen inüber 150 Disziplinen mehr als 3 Millionen Menschen und erzielen einen Jahresumsatz von über 200 Milliarden Euro.

Corona-Ausbruch in Nordrhein-Westfalen



Inzwischen hat das Land NRW nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies das öffentliche Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf erneut eingeschränkt. Für die Bewohner gelten mindestens bis 30. Juni die Regeln des Kontaktverbots im März. Bars und Thekenbetriebe müssen schließen, dagegen können Hotels und Restaurants unter Auflagen geöffnet bleiben. So dürfen maximal zwei Personen oder eine Familie an einem Tisch sitzen. Wellnessbereiche bleiben zu. Bayern beschloss, dass Gäste aus den betroffenen Kreisen nicht beherbergt werden dürfen, außer sie können einen aktuellen negativen Test vorlegen. In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es ähnliche Regelungen.rk/ko/hz/rw

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