Positionierung: Apartments statt Hotelzimmer
Positionierung

Apartments statt Hotelzimmer

Christian Wyrwa/Loftstyle
Neue aufgeteilt: Das Loftstyle Hotel Hannover
Neue aufgeteilt: Das Loftstyle Hotel Hannover

Das Loftstyle Hannover erschließt sich aufgrund von Corona neue Geschäftsfelder: 24 Zimmer werden zu Apartments umgebaut und ein Teil des Gebäudes wird komplett vermietet.

HANNOVER. Die neidersächsische Landeshauptstadt Hannover gilt als nicht ganz einfacher Hotelstandort: Nachfragespitzen zur Zeit starker Messen steht ein oft eher flaues Geschäft in der messefreien Saison gegenüber. Und derzeit liegt aufgrund von Corona das Messegeschäft komplett darnieder. Was also tun? Das Loftstyle Hotel Hannover reagiert auf die aktuelle Marktsituation mit einer stark reduzierten Nachfrage nach Hotelzimmern sowie Tagungsräumen und hat sich deshalb neu aufgestellt.

So wurden eine Etage und die gesamte Großtagungsfläche des am Mittellandkanal gelegenen Hotels bis Ende 2022 an ein Medienunternehmen vermietet. Zudem setzt der Betreiber – die Hotelmanagement-Gesellschaft Loftstyle Hotels – auf das Konzept „Wohnen auf Zeit“ und baut weitere 24 Zimmer durch die Installation einer Kitchenette zu Apartments um. Auch bleiben weiterhin monatsweise mietbare Loftstyle Offices – Büroräume für Privatpersonen oder Unternehmen als Alternative für das Homeoffice – im Angebot. Damit verfügt das Hotel in Hannover noch über 285 Gästezimmer sowie vier Tagungsräume mit einer Kapazität von jeweils bis zu 40 Personen.

Reduzierung des Hotelangebots und Fremdvermietung

„Wir haben uns in diesen schwierigen Zeiten intensiv Gedanken gemacht, welche Strategie uns für die nahe Zukunft am bestmöglichen rüstet“, sagt dazu Geschäftsführer Kai Hartherz. „Dass der Bedarf an Hotelzimmern und Veranstaltungsflächen auch in nächster Zeit – wir sprechen hier von Monaten, vielleicht Jahren – niedrig bleiben wird, steht fest. Allein durch den Wegfall von Messen in Hannover sind hier dramatische Zahlen zu beklagen. Wir sind sehr froh darüber, einen Teil unserer Kapazitäten durch eine Fremdvermietung nun zeitlich begrenzt vom Markt nehmen zu können. Unser Hotel wird jetzt vorübergehend kleiner und passt sich darüber hinaus mit den zusätzlichen Apartments einer veränderten Nachfrage an.“

Entsprechende Maßnahmen auch in den anderen Häusern der Gruppe möglich

Diese Maßnahmen seien zwar mit erheblichen Investitionen verbunden. „Jedoch sehen in der derzeitigen Lage keine anderen Lösungen. Basierend auf den Erfahrungen hier in Hannover werden wir gegebenenfalls auch weitere Hotels aus unserem Portfolio entsprechend umstrukturieren und nach einem möglichen ‚Untermieter‘ suchen“, so Hartherz weiter. „Das Konzept ‚Wohnen auf Zeit‘ sowie die Loftstyle Offices werden bereits auch in unseren drei Stuttgarter Häusern angeboten.“

Loftstyle Hotels ist eine Hotelmanagement-Gesellschaft mit Sitz in Neu-Anspach bei Bad Homburg, die 2018 aus der Dobler Hotels GmbH hervorgegangen ist. Das Portfolio besteht aus vier Häusern. Noch in diesem Jahr wird das Best Western Loftstyle Hotel Eningen bei Reutlingen seine Pforten öffnen. red/beh

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