Betreiberwechsel: Aus Kempinski Genf wird Fai...
Betreiberwechsel

Aus Kempinski Genf wird Fairmont

Kempinski
Neue Marke: Das Luxushotel segelt künftig unter der Fairmont-Flagge
Neue Marke: Das Luxushotel segelt künftig unter der Fairmont-Flagge

Herber Verlust für Kempinski: Das Grand Hotel am Sitz des Headoffice der Luxusmarke wechselt zu Accor.

GENF. Lange wurde gemunkelt, nun ist es offiziell: Das Grand Hotel Kempinski Geneva wechselt im Januar 2020 in die Accorhotels-Gruppe und wird ein Fairmont Hotels. Der Eigentümer Le Palace Genève SA kündigte gleichzeitig auch eine umfassende Renovierung des Hauses an. Das teilte Fairmont am Donnerstag mit.

„Das Grand Hotel Geneva ist ein weiterer Gewinn für die Marke Fairmont und wir sind sehr stolz darauf, unser bestehendes Portfolio an Luxushotels in der französischen Schweiz erweitern zu können“, sagte Duncan O’Rourke, COO Central Europe bei Accor. „Ebenso wie der Eigentümer sind wir überzeugt, dass es sich um einen Ort mit einem besonderen Charakter handelt - und ebenso steht Fairmont für ein unvergleichbares Portfolio an Luxushotels, die fest mit ihrer Umgebung verbunden sind. Wir können damit zudem einen weiteren wichtigen Meilenstein für unser Development verzeichnen, das einen Ausbau des Accor-Netzwerkes im Luxus- und Premium-Segment an Schlüssel- und Resortdestinationen fokussiert.“

Renovierung und energieeffiziente Umgestaltung

Mit seinem Standort in der Schweizer Metropole Genf befindet sich das Hotel in einer der lebenswertesten Städte der Welt und besticht durch seine Lage am Genfer See sowie die Aussicht auf den Mont Blanc. Es verfügt derzeit über 412 Zimmer, darunter 33 Suiten und 14 Apartments; drei Restaurants sowie ein Spa- und Fitnesscenter runden das Angebot ab. Der Beginn der Umbauarbeiten ist für Anfang 2021 geplant. Ein besonderer Fokus für die Renovierung, für die bereits der bekannte Architekt Jean Nouvel beauftragt wurde, liegt laut Pressemitteilung auf der Fassade, mit der Zielsetzung, sie perfekt in ihre Umgebung einzufügen, dem Design der öffentlichen Bereiche sowie auf einer energieeffizienten Gestaltung. Dieser Schwerpunkt auf einem nachhaltigen Hotelbetrieb stehe auch im Einklang mit der Philosophie der Marke. Seit drei Jahrzehnten sieht sich Fairmont mit dem „Fairmont Sustainability Partnership“-Programm als Vorreiter bei der Nachhaltigkeit.

Fairmont Hotels & Resorts betreibt weltweit ikonische Hotels an herausragenden Destinationen. Derzeit umfasst das Portfolio 77 Hotels in 29 Ländern. In unmittelbarer Nähe des Grand Hotel Geneva und ebenfalls am Genfer See gelegen befindet sich das Fairmont Le Montreux Palace. Fairmont ist Teil von Accor, einer nach eigenen Angaben weltweit führenden Unternehmensgruppe für Augmented Hospitality, die einzigartige und besondere Erlebnisse in 4.900 Hotels, Resorts und Apartmentanlagen in 110 Ländern bietet.

Kempinski hatte den kontrollierten Exit einiger Hotels geplant

Der neue Kempinski-Chef Martin R. Smura rechnete bereits mit dem Verlust einiger Häuser. „Wir planen einen kontrollierten Exit für zirka sechs Hotels, wo es heute keine Chance gibt, diese zu drehen“, sagte er Anfang Oktober in einem ahgz-Interview. Dazu gehört auch das Emirates Palace in Abu Dhabi. „Unser Kerngeschäft ist, dass wir Managementleistung für Hoteleigentümer gegen eine Gebühr anbieten. So sehr wir das Emirates Palace lieben, eine Vertragsverlängerung würde unter den gegebenen Voraussetzungen betriebswirtschaftlich wenig Sinn machen. Wir haben es 15 Jahre sehr gut geführt. Nun haben die Eigentümer den Vertrag neu ausgeschrieben und es liegen Angebote mit hohen finanziellen Vorab-Leistungen vor.“ Zusammen mit der Unternehmensgruppe 12.18. will Smura 20 neue Hotels mit einem Investitionsvolumen von 500 Mio. Euro erstellen lassen, darunter ein 7Pines Kempinski Hotel in New York. rw

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