Nachwuchs: Ausbildung im Plus

In Baden-Württemberg und Bayern wählen wieder mehr Azubis die Gastgewerbe-Berufe.

Stuttgart. Das Gastgewerbe in Baden-Württemberg sieht bei der Ausbildung nach einer jahrelangen Durststrecke Licht am Ende des Tunnels: 2016 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in allen gastgewerblichen Berufen auf 2742 gestiegen. Das sind 2,3 Prozent mehr als im Jahr davor. Nach den Zahlen der Industrie- und Handelskammern sind vor allem die Berufe Hotelkaufmann/-frau (+29,4 %), Systemgastronom (+35 %) und Restaurantfachmann/-frau (+11,1 %) gefragt.

Der DEHOGA-Landesvorsitzende Fritz Engelhardt wertet dies als ermutigend: „Unsere Anstrengungen zur Förderung der Qualität sowie die intensivierte Informationsarbeit tragen Früchte.“ Mit der von der EU geförderten Kampagne „Wir Gastfreunde“ geht der DEHOGA Baden-Württemberg aktiv auf Nachwuchssuche. Schon das zweite Jahr in Folge – nach einer Abwärtsspirale seit 2009 – liegt Bayern im Plus, aktuell mit einer Steigerung von 1,8 Prozent auf 4430 neue Verträge. Schon 2015 gab es ein leichtes Plus von 0,5 Prozent. „Ein schönes Signal“, kommentiert Susanne Droux, Geschäftsführerin Berufsbildung beim DEHOGA Bayern. Sie verweist auf die Arbeit von 120 Ausbildungsbotschaftern. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es positive Zeichen. Der Rückgang bei den neuen Ausbildungsverträgen hat sich verlangsamt und liegt noch bei minus 2,1 Prozent (Vorjahr: - 5,1 %). lef

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