Ausblick auf 2022 von Daniel Müller, Motel One

„Ab Mai spürbare Erholung“

Motel One
Blickt optimistisch auf das Gesamtjahr: Daniel Müller, Co-CEO von Motel One
Blickt optimistisch auf das Gesamtjahr: Daniel Müller, Co-CEO von Motel One

Schwaches erstes Quartal, dann Aufholjagd.

Die Budget-Design-Kette Motel One rechnet in diesem Jahr mit einer durchschnittlichen Belegung von 60 Prozent.  „Wenn wir dies erreichen, können wir von einem erfolgreichen zweiten Restart sprechen“, erklärte Co-CEO Daniel Müller der ahgz. Zuvor befürchte er allerdings schwache Monate von Januar bis April.

Bessere Ausgestaltung der Überbrückungshilfe 4

„Besonders in den Monaten Januar und Februar werden wir nur auf rund 30 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 kommen. Im März und April steigern wir dann die Ergebnisse auf rund 50 Prozent von 2019“, hofft Müller. „Ab Mai rechnen wir mit einer spürbaren Erholung für das Restjahr und gehen von einem Endergebnis auf rund 75 Prozent des Niveaus von 2019 aus.“

„Durch das ständige Auf und Ab der Pandemie müssen wir bereits gegen aufkommende Perspektivlosigkeit seitens unserer Mitarbeiter ankämpfen und viel Überzeugungsarbeit leisten.“
Daniel Müller, Motel One
Von der neuen Bundesregierung erwartet der Co-CEO, dass Unterstützungsleistungen in Form einer Überbrückungshilfe IV „mit einer deutlichen Anhebung des Caps“ entschieden würden. „Die Hotellerie, und dazu gehören auch besonders innovative deutsche Mittelständler wie wir, muss nach zwei Jahren Pandemie deutlich unterstützt werden, bis die Menschen mit dem Virus leben können.

Exodus langjähriger Mitarbeiter verhindern

Darüber hinaus müsse mit einer weiteren Aufstockung des Kurzarbeitergeldes mit Übernahme der Soziallasten die Möglichkeiten geschaffen werden, einen weiteren Exodus langjähriger Mitarbeiter zu verhindern. „Durch das ständige Auf und Ab der Pandemie müssen wir bereits gegen aufkommende Perspektivlosigkeit seitens unserer Mitarbeiter ankämpfen und viel Überzeugungsarbeit leisten“, betonte Müller.

„Kein Projektstau“

Für Motel One gelte, dass die Balance zwischen notwendigem Kostenmanagement und der Bearbeitung von wichtigen Projekten gefunden werden muss. „Wir dürfen in keinen ‚Lockdown-Schlaf‘ versinken und einen Projektstau produzieren. Wir müssen uns weiterentwickeln und im Headoffice sowie in unseren Hotels für einen erfolgreichen Restart vorbereitet sein.“

Das 2000 gegründete Unternehmen mit Sitz in München betreibt 79 Hotels mit 22.820 Zimmern. Neben Daniel Müller ist Stefan Lenze Co-CEO. Gründer Dieter Müller ist Aufsichtsratschef der Budget-Designkette.

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