Ausblick auf 2022: Oliver Winter, a&o Hostels...
Ausblick auf 2022: Oliver Winter, a&o Hostels

"Wir sollten viel mutiger sein!"

a&o Hostels GmbH
Oliver Winter, Gründer und CEO von a&o Hostels mit Hauptsitz in Berlin
Oliver Winter, Gründer und CEO von a&o Hostels mit Hauptsitz in Berlin

Der Gründer und CEO von a&o Hostels hat sich für 2022 viel vorgenommen. Von seiner Branche fordert er, mehr Relevanz für Wirtschaft und Gesellschaft herauszustellen und die Chancen neuer Arbeitszeit- und Vergütungsmodelle zu nutzen.

"Ein neues Jahr ist ja immer mit Erwartungen, Wünschen verbunden", sagt Oliver Winter, CEO von a&o Hostels. "Für 2022 legen wir vermutlich alle noch einmal etwas drauf, was das angeht." Die zurückliegenden knapp zwei Jahre seien eine extrem schwere Zeit und große Herausforderung für alle gewesen – "aber wir haben auch gute Erfahrungen gemacht, haben unsere Produkte und Services weiterentwickelt", so Winter.

„Von der Politik erwarte und erhoffe ich grundsätzlich eine viel stärkere Einbindung von Experten“
Oliver Winter, CEO a&o

Den jüngsten Corona-Entwicklungen kann er sich gleichwohl nicht entziehen: "Die Zahlen für 2021 zeigen einen leichten Aufwärtstrend verglichen mit dem ersten Jahr der Pandemie – klar, liegen auch wir noch hinter unserer Bestmarke zurück und beim Blick auf die aktuelle Entwicklung, beginnt hier und da das Kopfkino."

Insgesamt sei er jedoch optimistisch. "Wir haben uns viel vorgenommen für die nächsten Monate, wollen weiter aufschließen zu Vor-Pandemie-Ergebnissen", so Winter. "Wir haben – gerade im Gruppensegment – bereits einiges für 2022 in den Büchern. Das macht uns Mut."

Zugleich appelliert der a&o-Chef an Bundesregierung und Branche gleichermaßen: "Von der Politik erwarte und erhoffe ich grundsätzlich eine viel stärkere Einbindung von Experten, Sachkundigen. Und gleichzeitig dürfen wir, also die gesamte Branche, nicht aufhören, Relevanz für Wirtschaft und Gesellschaft herauszustellen und diese Rolle vor allem auch anzunehmen und weiter zu gestalten."

Winter weiter: "Ich sehe da viele Chancen: Konsequente Positionierung in Sachen Nachhaltigkeit und flexibler Arbeitszeit- und attraktiver Vergütungsmodelle. Gerade auch hinsichtlich Fachkräftemangel. Wir haben doch die Möglichkeit, Mitarbeiter aller Nationalitäten und Bildungsstufen zu beschäftigen – wir sollten viel mutiger sein, Quereinsteiger und Einwanderer aktiv für die Branche zu gewinnen. Packen wir's doch an!"  

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