Best-Preis-Verbot für Booking.com wackelt

Düsseldorf. Bei einer von Booking.com erwirkten Verhandlung am Oberlandesgericht Düsseldorf hat sich ein neues Argument für die Best-Preis-Klausel herauskristallisiert. Diese könnte nämlich als

Düsseldorf. Bei einer von Booking.com erwirkten Verhandlung am Oberlandesgericht Düsseldorf hat sich ein neues Argument für die Best-Preis-Klausel herauskristallisiert. Diese könnte nämlich als „notwendige Nebenabrede“ zwischen Portal und Hoteliers angesehen werden, erklärte der Vorsitzende Richter des 1. Kartellsenats: Wenn Hotels die Klausel nicht einhalten müssen, können sie mit günstigeren Preisen auf der eigenen Webseite die Nutzer von den Portalen weglocken. So könne es zu einer „illoyalen Ausnutzung“ der Vermittlungsleistung durch die Hotels kommen. Das Gericht zweifelt damit den 2015 erlassenen Kartellentscheid gegen Best-Preis-Forderungen des Unternehmens an. Der Vorsitzende Richter betonte aber, die Entscheidung in der Best-Preis-Sache sei noch offen. Ein Verkündungstermin wurde noch nicht bekanntgegeben. rk

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