Bilanz: a&o verbucht 3 Millionen Übernachtung...
Bilanz

a&o verbucht 3 Millionen Übernachtungen

a&o Hostels GmbH
Nachhaltigkeit spielt seit Anbeginn eine Rolle bei a&o: CEO Oliver Winter mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte
Nachhaltigkeit spielt seit Anbeginn eine Rolle bei a&o: CEO Oliver Winter mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte

Allein 850.000 Übernachtungen hat Hostelkette a&o in diesem Jahr durch Gruppenreisen erzielt. Für die Bilanz bedeutet das ein Umsatzplus von über 15 Prozent.

Mit gut 3 Millionen Übernachtungen und einem Umsatz von knapp 70 Millionen Euro im Jahr 2021, kommt die Hostelkette wieder näher an ihre Vor-Corona-Ergebnisse heran: „Wir haben auch in diesem schwierigen Jahr wieder eine Menge geleistet und können am Ende zufrieden sein“, erklärt Oliver Winter, CEO der a&o Hostels. „Klar ist aber auch, dass die aktuelle Entwicklung einen vorzeitigen Schlussstrich unter unseren Jahresendspurt setzt.“


Der Plan für 2022 ist weiteres Aufschließen zu 2019 – mehr noch: „Das Ziel liegt jenseits unserer bisherigen Bestmarke.“ 5 Millionen Übernachtungen und 165 Millionen Euro Umsatz machten 2019 zum bis dato erfolgreichsten Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte von a&o.

Auf veränderte Gäste-Bedürfnisse reagieren


Mit Blick auf das zurückliegende Jahr, stellt Winter als Hauptbedenken seitens der Gäste fest: 1. Die Unsicherheit, durch Umbuchung oder Stornierung Geld zu verlieren beziehungsweise das Befürchten aufwändiger Regelungen und Prozesse, 2. die Sorge vor Ansteckung beziehungsweise Quarantäne und 3. Die Verwirrung aufgrund dynamischer und sich ständig verändernder Regelungen sowie immer wieder zusätzlicher Reise-Erschwernisse.
„Wir haben auf diese geänderten Bedürfnisse unserer Gäste die richtigen Antworten gefunden“
Oliver Winter, CEO a&o

„Wir haben auf diese geänderten Bedürfnisse unserer Gäste die richtigen Antworten gefunden“, so Winter, der mit seinem Team neue Produkte und Prozesse entwickelt hat. Dazu gehören unter anderem die kostenlose Stornierung bis 18 Uhr am Anreisetag, ein frühes, umfangreiches Hygienekonzept oder zahlreiche digitale Angebote.

Das a&o-Entwicklungsteam treibt derzeit mehr als 25 Projekte parallel voran, darunter den weiteren Ausbau von Self Check-in, Mobile Key sowie des Online-Buchungssystems, etwa durch den Einsatz von Chatbots.

Gruppenreisen als Buchungstreiber

Laut seiner Unternehmensbilanz konnte a&o in diesem Jahr zudem 850.000 Gruppenübernachtungen verzeichnen: „Zertifizierung und Klassifizierung haben daran einen großen Anteil“, sagt Phillip Winter, CMO der Budgetgruppe. „Für die Wahl der Unterkunft gerade bei Kinder- und Jugendreisen ist zertifizierte Qualität ein absolutes Buchungs-Kriterium.“ Der Großteil der aktuell 40 Hostels trägt das Qualitätssiegel für Kinder- und Jugendreisen (QMJ) und ist mit 4 beziehungsweise 5 Sternen klassifiziert. Fünf Häuser in Deutschland wurden in diesem Jahr zudem re-zertifiziert. Rund 30 Prozent der Gesamtübernachtungen gehen bislang auf das Konto von Gruppen – und das im zweiten Corona-Jahr,“ so Winter. Es waren vor allem deutsche Schulklassen, die bereits ab Juli wieder zu Gast waren.

Emissionsfreie Zukunft und neue Standorte

Auch für die Zukunft hat die Berliner Hostelkette bereits Pläne: „Emissionsfrei bis 2025“ lautet das Ziel. Den ersten Meilenstein soll hier 2023 das erste emissionsfreien a&o Hostel in Venedig setzen. Mit derzeit knapp 6 Kilogramm CO₂ pro Übernachtung liege das Unternehmen eigenen Angaben zufolge bereits mehr als zwei Drittel unter dem Wert vergleichbarer Standard-Budget-Hotels. Dieser soll mit 120 verschiedenen Maßnahmen bis 2025 auf zirca 3 Kilogramm CO₂-Ausstoß je Übernachtung abgesenkt und der Rest ab 2025 kompensiert werden. Diese Strategie resultiert nicht zuletzt aus dem Durchschnittsalter der Gäste, das bei 27 Jahren liegt. „Die Generation Z wird nicht zuschauen und warten, bis 2045 oder 2050 CO₂-freie Produkte am Markt sind – wir brauchen heute und morgen Antworten“, so Oliver Winter.

Momentan hat die Hostelkette 40 Häuser in 24 Städten in neun Ländern in Betrieb – darunter je zwei Standorte in Wien und Salzburg sowie einer in Graz. Nach drei Neueröffnungen 2020 in Warschau, Kopenhagen und Budapest, ging im Juli mit dem a&o Edinburgh City das erste Haus in Großbritannien an den Start. Die Expansionspläne des Unternehmens sehen weitere Häuser vor, unter anderem in Athen, Florenz, Rom, Barcelona, Lissabon und London.

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