Nach ÖHV-Kongress: "Booking.com ist ein geset...
Nach ÖHV-Kongress

"Booking.com ist ein gesetzeskonformes Unternehmen"

Nachdem die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) rechtliche Schritte gegen das Portal angekündigt hatte, nimmt Booking.com zu den Vorwürfen Stellung.

STUTTGART. Österreichs großer Hotelverband prüft derzeit rechtliche Schritte gegen Online Travel Agencys (OTAs), also Buchungsportale. Das teilte der Verband vergangene Woche bei seinem Jahreskongress in Bregenz mit. Grund sind Rechtsverstöße beim Thema Ratenparität, die die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) den Portalen derzeit vorwirft. Denn in Österreich wurde die Forderung der Portale an die Hotels nach Ratenparität, also nach dem "besten" oder zumindest gleich günstigen Preis wie auf anderen Kanälen, vor einigen Jahren per Gesetz verboten. 

An dieses Verbot halten sich die Portale jedoch offenbar nicht immer. "Wir haben sehr konkrete Hinweise, dass OTAs im großen Stil gegen geltendes Recht verstoßen", erklärte ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer in Bregenz. Dabei gehe es in erster Linie um Booking.com, wie Reitterer auf Nachfrage sagte. 

Was sagt der Marktführer unter den OTAs zu diesen Vorwürfen? Auf eine Anfrage der ahgz antwortete Booking.com kurz und knapp: "Booking.com ist ein gesetzeskonformes Unternehmen. Wenn es ein konkretes Beispiel gibt, das das Gegenteil zeigt, geht Booking.com dem selbstverständlich nach." 

Grundlage der aktuellen Vorwürfe seitens der ÖHV ist eine Befragung von 196 Hoteliers und 1800 Gästen aus Deutschland, Südtirol, Österreich und der Schweiz zu den Buchungswegen in Hotels in Österreich. Dabei hätten 42,2 Prozent der Befragten angegeben, dass OTAs trotz gesetzlichen Verbots versucht hätten, die Ratenparität durchzusetzen. "Von vereinzelten Vorfällen kann da keine Rede sein", betonte Reitterer. "Das sieht nach systematischen Gesetzesverstößen aus. Dagegen wird die ÖHV vorgehen." Reitterer wünscht sich dabei politische Unterstützung. rw/rk

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