Booking.com-Studie: Die sieben wichtigsten Ur...
Booking.com-Studie

Die sieben wichtigsten Urlaubstrends im nächsten Jahr

IMAGO / Shotshop
Urlaub: Spitzenreiter für körperliches und seelisches Wohlbefinden
Urlaub: Spitzenreiter für körperliches und seelisches Wohlbefinden

Keine Frage: Corona hat unser Leben, Gesellschaft und Business drastisch verändert. Auch das Verständnis von Reisen und Urlaub wird neu bestimmt. Das Reiseportal Booking.com hat eine "Welle des Optimismus" ausgemacht – und hat in einer großen Studie sieben Trends ausgemacht, wie Urlaub im Jahr 2022 neu gestaltet wird.

 

Die wichtigste Erkenntnis: 2022 wird laut Booking.com das Jahr, in dem , in dem man das Beste aus der nach wie vor bestehenden Unvorhersehbarkeit macht und beginnt, verlorene Urlaubszeit in großem Stil nachzuholen. Motto: Nutze den Tag und mache jede Reise zu etwas Besonderem. 

Prognose 1: Urlaub wird zum Vitamin U(rlaub)

Mehr noch als tägliche Bewegung oder Meditation wird der Urlaub im Jahr 2022 zum Spitzenreiter für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Knapp drei Viertel der Befragten geben an, dass Reisen dieses Wohlbefinden mehr fördern als andere Formen der Erholung und Entspannung. Nach mehr als einem Jahr immer wiederkehrender Reisebeschränkungen wird der wichtige Nutzen des Reisens für die Gesundheit und das Wohlbefinden nun deutlich: Fast zwei Drittel gaben an, dass ihnen die Bedeutung des Reisens für ihr Wohlbefinden erst bewusst wurde, als es nicht mehr möglich war, und 84 Prozent der Befragten sagen, dass sich die Planung eines Urlaubs positiv auf ihr emotionales Wohlbefinden auswirkt.

2. Menschen suchen ausgewogenere Work-Life-Balance

Die Pandemie hat aus der Wohnung und Heim zum Homeoffice gemacht. Im Jahr 2022 werden wir jedoch einen deutlichen Anstieg der Menschen sehen, die die Kontrolle über eine ausgewogene Work-Life-Balance zurückgewinnen wollen, so das Ergebnis der Booking.com-Stuide. Für drei Viertel der Reisenden muss der Urlaub im Jahr 2022 unbedingt arbeitsfrei sein, was im Jahr 2021 nicht immer der Fall war, als die Grenzen zwischen Privat- und Arbeitsleben im Homeoffice oft nicht ganz klar voneinander abzugrenzen waren.

Trotz der Vorzüge des flexiblen Homeoffice würden 56 Prozent der Befragten einen kürzeren und dafür komplett arbeitsfreien Urlaub im Jahr 2022 einem längeren Aufenthalt am Zielort vorziehen, bei dem sie Beruf und Freizeit unter einen Hut bringen müssen. Die Prgonose vo Booking.com: Da 41 Prozent der Menschen angaben, während der Pandemie mehr Stunden gearbeitet und weniger Urlaubstage genommen zu haben, werden 2022 mehr Menschen ihre wohlverdienten Abwesenheitsnotizen verfassen, dass sie urlaubsbedingt nicht im Büro sind.

3.  Reisende genießen jeden Moment des Urlaubs  

Während viele Menschen vergessen haben, wo ihr Reisepass ist oder wie man einen Koffer packt, wird all diese Unbeholfenheit beim Reisen im Jahr 2022 einem echten Gefühl der Freude über selbst die grundlegendsten Dinge unseres Urlaubs weichen. Nach der langen Zeit der Untätigkeit genießen die Reisenden jeden Moment des Urlaubs, anstatt zu hetzen – von der Feinjustierung der Playlist für den Mietwagen bis hin zur Shoppingtour nach Süßigkeiten im Duty-Free-Shop. Ein Viertel der Befragten freut sich allein schon auf die Aufregung und Vorfreude, wenn ihre Reise beginnt.

Das Glücksgefühl beim Blick aus dem Zugfenster, während die Landschaft an einem vorbeirauscht, oder das Wirrwarr der verwinkelten Kopfsteinpflasterstraßen zu meistern, nur um den Schlüssel der Ferienwohnung abzuholen, ist für drei Viertel der Menschen wichtiger Bestandteil eines Urlaubs, bei dem sich die Anreise bereits wie Teil der Reise selbst anfühlt. Jede „erste“ unserer Reisen im Jahr 2022 wird zu einem Moment, den es zu genießen gilt. Sogar die Herausforderung, sich in einer neuen Stadt in einer fremden Sprache im öffentlichen Nahverkehr zurechtzufinden, wird von der Hälfte der  als Befragten angenehm empfunden. Nach einer so langen Zeit von Einschränkungen stehen Reisen im Jahr 2022 ganz im Zeichen vom Gefühl, das erste Mal zu verreisen und die kleinen Dinge zu schätzen.

4. Die lokale Gemeinschaft steht im Vordergrund 

Da die Reisebeschränkungen in vielen Teilen der Welt zu einer Beeinträchtigung des Reiseverkehrs führten, zwang die Pandemie die Menschen dazu, das Beste aus dem zu machen, was vor unserer Haustür vor zu finden ist. Die Beziehung zu den Menschen in der Umgebung hat sich wieder gefestigt, sei es durch die Unterstützung unabhängiger Unternehmen oder dadurch, dass wir mehr Zeit als je zuvor im nächstgelegenen Park verbringen.  Im Jahr 2022 wird sich dieser Wunsch nach einer authentischen Begegnung mit der lokalen Gemeinschaft auch im Urlaub fortsetzen, da die Menschen sich bemühen, bei jeder Reise achtsamer zu sein und unseren Einfluss auf die bereisten Orte und die dort lebenden Menschen in positiver Weise zu gestalten.

Knapp die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass ihre Reise der lokalen Gemeinschaft an ihrem Reiseziel zugutekommen muss, und 49  Prozent würden eine App oder Webseite mit Empfehlungen zu Reisezielen begrüßen, bei denen sich ein Anstieg des Tourismus positiv auf die lokale Gemeinschaft auswirkt. Darüber hinaus möchten Zweidrittel der Befragten,  dass ihr auf Reisen ausgegebenes Geld in die lokale Gemeinschaft zurückfließt, und 67 Prozent möchten authentische, für die lokale Kultur typische Erlebnisse erleben.

Inspiriert von den wichtigen Bewegungen für soziale Gerechtigkeit unserer Zeit, informieren sich Reisende im Jahr 2022 verstärkt darüber, wie gut der Ort, an dem sie übernachten, lokale Unternehmen unterstützt (25 Prozent) oder wie sich ihre Tourismusausgaben auf lokale Gemeinschaften auswirken oder diese verbessern (26 Prozent), was auf ein neues Bedürfnis hinweist, den Menschen gerecht zu werden, die die eigenen Lieblingsurlaubsziele ihr Zuhause nennen.

5. Urlaubsomanzen erleben ein Revival

Für viele Menschen bedeutete die Pandemie, eine lange und intensive Zeit mit den engsten Freunden und Angehörigen zu verbringen. Der Urlaub im Jahr 2022 steht ganz im Sinne einer Abwechslung, bei der man neue Kontakte knüpfen kann. Da knapp die Hälfte im Urlaub neue Leute kennenlernen wollen, werden viele Reisende ihren Urlaub als Gelegenheit nutzen, ihre gewohnten sozialen Bekanntenkreise zu erweitern. Knapp die Hälfte der Reisenden aus Deutschland freuen sich darauf, im Urlaub neue Kontakte zu knüpfen.

Nach anderthalb Jahren Links- und Rechtsswipes durch die gleichen alten Gesichter, greifen die Menschen im Jahr 2022 auch im Urlaub auf ihre bevorzugten Dating-Apps zurück, um die Gelegenheit eines Urlaubsflirts nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Somit kann von einem Wiederaufleben von Urlaubsromanzen ausgegangen werden, wobei mehr als ein Drittel auf eine solche auf ihrer nächsten Reise hofft. Aber der Urlaubsflirt muss am Ende der Reise nicht vorbei sein, denn Videotelefonie gehört mittlerweile zum Alltag, womit aus so mancher Urlaubsromanze eine echte Beziehung werden kann.  

 6. Geld ist für viele kein Thema bei der Reiseplanung

Nachdem Reisende so lange mit einem "Nein" abgespeist wurden, ändert sich die Denkweise im Jahr 2022 zum Positiven. So werden 63 Prozent der Befragten die gewohnten starren Urlaubsroutinen aufgeben und eine flexible Reise genießen, bei der man den Dingen ihren Lauf lässt, anstatt ein gut geplantes Programm voller Aktivitäten zu haben. Das kommende Jahr wird das Beste an Improvisation auf Reisen bringen, da Reisende auf jede unerwartete Wendung auf der Reise mit einem entschiedenen "Ja, natürlich!" reagieren werden. 

Daher stimmen mehr als die Hälfte der Befragten zu, dass sie jede Urlaubsmöglichkeit wahrnehmen möchten, wenn es das Budget erlaubt. Und für die 45 Prozent, die seit Beginn der Pandemie wegen fehlender Urlaube massiv gespart haben, ist Geld kein Thema für die Reisen im Jahr 2022. Knapp die Hälfe der Befragten sind offener für neue Arten von Urlaub als vor der Pandemie und für 65 Prozent ist das Reiseziel egal, solange die Art der Reise stimmt und sie von Zuhause rauskommen. 

 7. Technologie wird zu einem immer wichtigeren Urlaubstool

 Im Jahr 2022 wird vor allem die Technologie die Spontaneität von Reisenden unterstützen, indem sie dank ihr einfach von unterwegs buchen und mit Flexibilität Pläne anpassen können. 44 Prozentder Befragten nutzen die neuesten Reisetechnologie-Innovationen, um von diesen mit einer völlig neuen Art von Reiseerlebnissen überrascht zu werden.

Bei allem Optimismus: Die Booking.com-Umfrage zeigt, dass auch im nächsten Jahr Ungewissheit eine Konstante im Reiseverkehr bleibt. Nachdem die Menschen in den letzten anderthalb Jahren auf vielfältige Weise auf Technologie zurückgegriffen haben, um mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben und uns inspirieren zu lassen, werden Apps auch weiterhin dabei helfen, das Unbekannte auf den Reisen zu meistern. Fast die Hälfte der Befragten ist der Meinung, dass Technologie hilft, Bedenken vor dem Reisen zu lindern. Von KI-gestützten Sofortübersetzungsdiensten, dank denen man kurzfristige Planänderungen trotz Sprachbarrieren direkt mit der Unterkunft und dem Autoverleih verhandeln kann, bis hin zu maschinellen Lernmodellen, die Gastgeber über eine verspätete Ankunft im Strandhaus aufgrund eines verspäteten Flugs informieren, hilft Technologie weiterhin mit zunehmender Finesse und Proaktivität, unvorhergesehene Stolpersteine aus dem Weg räumen. Aus diesem Grund erwartet Booking.com eine noch breitere Akzeptanz von Vorhersagetechnologien, dank denen Reisende informierte Entscheidungen treffen können.

Das Fazit von Nadine Stachel, Regional Manager DACH bei Booking.com, zur Befragung: "Mit Blick auf das vor uns liegende Jahr beobachten wir, dass die Menschen sich mit viel Spannung wieder aufs Verreisen freuen, sei es nun auf eine Inlands- oder Auslandsreise, auf die Reise ihres Lebens oder einfach nur darauf mal wieder "Ja"zu sagen, egal welche Reisegelegenheit sich ihnen bietet."
Infos zur Studie

Die von Booking.com in Auftrag gegebene Umfrage wurde unter einer Stichprobe von Erwachsenen durchgeführt, die in den nächsten 12-24 Monaten eine Geschäfts- oder Urlaubsreise planen. Insgesamt wurden 24.055 Personen aus 31 Ländern und Regionen befragt (darunter 501 aus Argentinien, 1003 aus Australien, 500 aus Belgien, 1001 aus Brasilien, 500 aus Kanada, 1000 aus China, 1007 aus Kolumbien, 1001 aus Kroatien, 508 aus Dänemark, 1002 aus Frankreich, 1000 aus Deutschland, 1005 aus Hongkong, 1000 aus Indien, 502 aus Israel, 1003 aus Italien, 1002 aus Japan, 500 aus Mexiko, 501 aus den Niederlanden, 501 aus Neuseeland, 500 aus Peru, 1000 aus Russland, 1005 aus Singapur, 1002 aus Südkorea, 1002 aus Spanien, 501 aus Schweden, 501 aus der Schweiz, 504 aus Taiwan, 500 aus Thailand, 1000 aus dem Vereinigten Königreich, 1002 aus den USA und 501 aus Vietnam). Die Teilnehmer haben im August 2021 eine Online-Umfrage ausgefüllt.

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