Brillat Savarin-Plakette: Sonnenalp-Hoteliers...
Brillat Savarin-Plakette

Sonnenalp-Hoteliers Anna-Maria und Michael Fäßler ausgezeichnet

Rolf Westermann
Glücklich und stolz über die Auszeichnung: Anna-Maria und Michael Fäßler.
Glücklich und stolz über die Auszeichnung: Anna-Maria und Michael Fäßler.

FBMA-Stiftung würdigt die „großartigen Gastgeber und erfolgreichen Unternehmer mit hohen Wertmaßstäben“. Die Preisträger reagierten sehr gerührt und hielten sich bei der feierlichen Zeremonie liebevoll an der Hand.

Ein bewegender Abend im kleinen Kreis: Das Hotelier-Ehepaar Anna-Maria und Michael Fäßler ist am Sonntagabend bei einem Festakt mit der renommierten Brillat Savarin-Plakette ausgezeichnet worden. Die Inhaber der Sonnenalp in Ofterschwang leiten das Unternehmen mit 218 Zimmern und Suiten in vierter Generation und haben es zu einem der erfolgreichsten Ferienresorts im gesamten Alpenraum ausgebaut.

Verdienste um die Gast- und Tafelkultur

Mit der Auszeichnung, die bereits zum 65. Mal vergeben wurde, werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in herausragender Weise um die Gast- und Tafelkultur verdient gemacht haben. Erstmals erhielt ein Ehepaar gemeinsam die Plakette.

Der Stiftungsratsvorsitzende der FBMA-Stiftung,  Michael Bläser, begründete die Auszeichnung vor den rund 40 Gästen wie folgt: „Die Sonnenalp ist das Werk der Familie Fäßler, die mit Weitblick, Mut und Fleiß über vier Generationen hinweg ein Fünf-Sterne-Resort geschaffen hat, das zu den beliebtesten und erfolgreichsten Ferienresorts in Europa zählt.“ Die Preisträger hätten „als großartige Gastgeber und als erfolgreiche Unternehmer mit hohen Wertmaßstäben und menschlicher Größe, auch bei der Förderung junger Menschen für die Branche, Maßstäbe gesetzt“.

Anna-Maria und Michael Fäßler

Michael Fäßler absolvierte ein Hotelfachstudium an der Hotelfachschule in Lausanne und sammelte Berufserfahrung im Ausland, bevor er 1984 in die Geschäftsleitung des Familienunternehmens einstieg. Ab 1994 hatte er die alleinige Geschäftsleitung inne, seit 2010 gemeinsam mit seiner Frau Dr. Anna-Maria Fäßler. Das Ehepaar hat zwei Kinder: Jakob und Viktoria. Michael Fäßler wurde im Jahr 2000 als „Hotelier des Jahres“ ausgezeichnet und erhielt 2014 das Bundesverdienstkreuz am Bande. Für ihre besonderen Verdienste um die bayerische Wirtschaft wurden Michael und Dr. Anna-Maria Fäßler im Jahr 2019 mit der Bayerischen Staatsmedaille ausgezeichnet.

 

Anna-Maria Fäßler absolvierte ein geisteswissenschaftliches Studium mit Doktorratsabschluss an der Universität in Wien mit Schwerpunkt Wirtschaftsgeschichte, Germanistik, Kommunikation & Marketing. Anschließend war sie in leitenden Positionen der Feriendestination Niederösterreich und der Bayern Tourismus Marketing GmbH tätig und hatte einen Lehrauftrag an der Tourismusschule HLF Krems. Seit 2011 hat sie gemeinsam mit Michael Fäßler die operative und wirtschaftliche Leitung der Sonnenalp Unternehmensgruppe mit vier Firmen und über 500 Mitarbeitern inne. Schwerpunkte bildeten die Komplettrenovierung ab 2011 in Vorbereitung auf das Jubiläum „100 Jahre Sonnenalp“ in 2019 sowie die Neustrukturierung der Führungsebenen und Unternehmenskultur


In Zeiten des Wandels haben sie nach den Worten Bläsers mit mutigen Entscheidungen, großer Leidenschaft und mit realistischen Ideen dem Unternehmenserfolg den Weg geebnet. Die Veränderungen seien mit Fingerspitzengefühl, nachhaltig sowie umwelt- und klimaschonend vorgenommen worden. Bläser wünschte der Sonnenalp ein „erfolgreiches zweites Jahrhundert“. 
Anna-Maria und Michael Fäßler.
Sonnenalp
Anna-Maria und Michael Fäßler.

„Altes bewahren, Neues schaffen“

Das Fünf-Sterne-Resort Sonnenalp hat seine Wurzeln 1919. Seither entwickelte sich der Allgäuer Traditionsbetrieb über vier Generationen zum luxuriösen Ferienresort. In Vorbereitung auf den 100. Geburtstag 2019 erlebte das Haus in acht Jahren einen umfassenden Wandel. So wurden u.a. alle Zimmer und Suiten im alpinen Landhausstil renoviert. Auch die gesamte Gastronomie mit Restaurants und Bars einschließlich des Sternerestaurants Silberdistel mit 45 Plätzen erhielt ein neues Gewand. Das Credo der Gastgeber lautet: „Altes bewahren, Neues schaffen.“

Sommeransicht des Resorts.


Ursprünglich sollte die Plakette schon am 15. März 2020 übergeben werden. Damals musste die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt werden und wurde nun unter 2Gplus-Bedingen nachgeholt. Am Sonntagabend waren als Gäste unter anderem dabei: Der geschäftsführende Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und künftige Generalsekretär der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO), Gerd Müller, der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, Thomas Geppert und der langjährige FBMA-Präsident Udo Finkenwirth.

Die FBMA wurde 1974 als Fachverband für Führungskräfte aus Hotellerie und Gastro­nomie gegründet. 1993 rief sie die als gemeinnützig anerkannte FBMA-Stiftung ins Leben, die seit 2007 die Aufgabe übernommen hat, die Brillat Savarin-Plakette zu verleihen.


„Man muss sie einfach lieben“

Der Abend wurde moderiert von Florian Hintermeier, Kulturmanager der Sonnenalp, und musikalisch begleitet vom Duo Ponticellos. Die Laudatio hielt Zweisterne- und Fernsehkoch sowie Buchautor Alexander Herrmann (Restaurant Alexander Herrmann by Tobias Bätz). „Man muss sie einfach lieben. Diese Kraft, diese Ausstrahlung habt ihr. Ihr Zwei seid zum Niederknien“, sagte Herrmann über die Preisträger. „Einen Familienbetrieb in die nächste Generation zu bringen ist meisterhaft.“ Das Resort habe Weltniveau und es sei einzigartig, Heimat und unverwechselbar zugleich. „Ihr habt die Welt ins Allgäu geholt.“ Die Preisträger seien charismatisch.

„Sage mir, was du isst, und ich will dir sagen, was du bist“

Hans G. Platz, der Sprecher des Brillat Savarin-Kuratoriums schilderte die Persönlichkeit und das Wirken des Namensgebers Jean Anthèlme Brillat-Savarin (1755 bis 1826). Er war ein französischer Richter, Schriftsteller und Gastrosoph. Unsterblich wurde er als Feinschmecker. An seinem Buch über die Physiologie des Geschmacks arbeitete er 25 Jahre lang. Es erschien erst 1826 und ist ein Kompendium literarischen, philosophischen und leiblichen Genusses. Bekannt wurde er auch mit seinen Aphorismen („Sage mir, was du isst, und ich will dir sagen, was du bist“).
Jean Anthelme Brillat Savarin

Brillat Savarin (1755 bis 1826) war ein französischer Richter, Schriftsteller und Gastrosoph. Unsterblich wurde er als Feinschmecker. An seinem Buch über die Physiologie des Geschmacks arbeitete er 25 Jahre lang. Es erschien erst 1826 und ist ein Kompendium literarischen, philosophischen und leiblichen Genusses. Bekannt wurde er auch mit seinen Aphorismen („Sage mir, was du isst, und ich will dir sagen, was du bist.“)

„Auszeichnung gilt auch den Mitarbeitern“

Von links: Laudator Alexander Herrmann, Michael Bläser, Anna-Maria Fäßler, Michael Fäßler, und Hans G. Platz.
Gemeinsam überreichten Michael Bläser und Hans G. Platz die Plakette, die Urkunde und die goldene Reversnadel – diesmal in doppelter Ausfertigung – an die Preisträger. In der Dankesrede das Ehepaars Fäßler hieß es: „Dass wir beide nun zum ersten Mal in der Geschichte der Verleihung der Brillat Savarin-Plakette gemeinsam als Unternehmer-Ehepaar ausgezeichnet werden, hat für uns einen besonders hohen Stellenwert. Das Bündeln unserer Stärken ist in diesen Zeiten unser größtes Gut und wir sind unheimlich stolz, gemeinsam an der Spitze dieses großartigen Teams stehen zu dürfen.“ Diese Auszeichnung gelte daher auch den vielen Mitarbeitern. Anna-Maria Fäßler betonte, ein Familienunternehmen sei eine Aufgabe 24 Stunden am Tag und wie das gelinge, sei ein Glück.

„Wir wollen zeigen, dass ein sicherer Hotelbetrieb möglich ist“

Wie geht es nun weiter? Michael Fäßler sagte er ahgz: „Wir hoffen, dass wir mit der aktuellen 2G- oder 2G+-Regelung gut durch den Winter kommen. Darauf sind wir eingestellt und wir geben alles, um zu zeigen, dass ein sicherer Hotelbetrieb unter diesen Voraussetzungen – auch im Winter 2021 – möglich ist.“

Sonnenalp Resort

Das heutige Fünf-Sterne-Resort Sonnenalp in Ofterschwang wurde 1919 gegründet. Dsa Ehepaar Anna-Maria undMichael Fäßler fürhrt das Traditionshaus in vierter Generation. Das Resort hat 218 Zimmer und Suiten im Landhausstil. Das Fünf-Sterne-Haus bietet eine Vielzahl kulinarischer Angebote. Highlight für Feinschmecker ist das Sternerestaurant Silberdistel mit 45 Plätzen, das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet ist.

Führend ist das Resort im Wellness-Bereich: Bereits in den 1930iger Jahren verwöhnte die Sonnenalp ihre Gäste mit ersten Moorbädern. Kneipp- und Bäderkuren sowie das erste Hotelschwimmbad in Deutschland folgten und legten den Grundstein für den Gesundheitstourismus der Region. Heute beherbergt das Hotel eine 20.000 Quadratmeter große In- und Outdoor-"Wohlfühl-Oase" mit Saunen, Fitnesscenter, mehreren Behandlungsräumen, Felsen- und Whirlpools sowie einem 30 Grad warmen Innenpool mit Sprudelliegen, Wasserfall und Massagedüsen. Seit Juli 2018 lockt der neu gestaltete Wellness-Park im Freien. Mit einer Größe von 16.000 Quadratmetern ist er der größte im gesamten Alpenraum. 

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