Buchungsportale: Start-up lanciert Hotel-Abo
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Start-up lanciert Hotel-Abo

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Hybrid-Worker: Immer mehr Arbeitnehmer wohnen zu weit vom Büro entfernt, um täglich zu pendeln
Hybrid-Worker: Immer mehr Arbeitnehmer wohnen zu weit vom Büro entfernt, um täglich zu pendeln

Nach dem Streaming- und dem Auto-Abo kommt jetzt das Hotel-Abo: Das Münchener Start-up MyFlexHome will mit seiner Vermittlungsplattform für Hotel-Abos die Alternative zur klassischen Zweitwohnung oder langem Pendeln bieten. Das Geschäftsmodell erschließt die Zielgruppe der Hybrid-Worker, die nicht in täglicher Pendeldistanz zum Büro wohnen.

Die Idee: So können Arbeitnehmer ihren Wohnort unabhängig von ihrem Arbeitsort wählen und für die notwendigen Tage im Büro zu einem konstanten Preis im Hotel übernachten. Hotels gewinnen mit der Hybrid-Worker-Zielgruppe zudem Stammkunden und können dadurch langfristig konstant zusätzliche Umsätze generieren.


Die Expertenjury des zwölften Gründerwettbewerbs „Start?Zuschuss!“, mit dem das Bayerische Wirtschaftsministerium technologieorientierte Start-ups unterstützt, hat das Konzept bereits überzeugt. Als eines von 28 Gewinner-Konzepten erhält MyFlexHome eine Unterstützung von 36.000 Euro für seine Anlaufkosten.

„Die Pandemie hat gezeigt, dass hybride Arbeitsmodelle die Zukunft sind“
Kilian Ricken

Die Konzeptidee fußt darauf, dass zunehmend hybride Arbeitsmodelle auch neue hybride Wohnformen erfordern. In einer eigens durchgeführten Studie hat das Start-up vorab das Thema „New Normal – ortsunabhängiges Arbeiten“ beleuchtet. Demnach gaben 71 Prozent der Befragten an langfristig mehr als zwei Tage Homeoffice pro Woche zu planen. Dies entspreche einer Steigerung von 172 Prozent gegenüber der Zeit vor Corona, so das Start-up. Ein Viertel der Teilnehmer gab zudem an, derzeit nicht am geografischen Wunsch-Wohnort zu leben und umziehen zu wollen.

Sechs von zehn Befragten können sich laut der Studie vorstellen, ein Hotel-Abo als Alternative zur Zweitwohnung oder langem Pendeln zu nutzen. „Die Pandemie hat gezeigt, dass hybride Arbeitsmodelle die Zukunft sind und Unternehmen durch Digitalisierung langfristig mit weniger Geschäftsreisen und Übernachtungen planen“, so Ricken. „Diesen Rückgang können Hotels mit der neuen Zielgruppe ‚Hybrid Worker‘ teilweise kompensieren.“

Beim Hotel-Abo zahlt der Arbeitnehmer nur einen fixen Preis für genutzte Nächte statt der monatlichen Miete einer Zweitwohnung. Zusätzlich fördert er damit die bessere Nutzung von Wohnraum in Ballungsgebieten, da freiwerdende Zweitwohnungen zur Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen.

Derzeit befindet sich das Start-up eigenem Vernehmen zufolge mit verschiedenen Hotels in intensiven Gesprächen und plant mit dem Angebot Anfang nächsten Jahres zu starten.

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