Corona-Pandemie: Länder wollen Lockdown bis E...
Corona-Pandemie

Länder wollen Lockdown bis Ende Januar

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Am 5. Januar berät sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs, um sich über das weitere Vorgehen in der Coronakrise abzustimmen. Bereits im Vorfeld positionierten sich viele Landesfürsten.

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) ist dafür, ebenso Bodo Ramelow (Die Linke, Thüringen), Markus Söder (CSU, Bayern) oder Malu Dreyer (SPD, Rheinland-Pfalz). Bis mindestens Ende Januar soll der seit Mitte Dezember geltende deutschlandweite Lockdown verlängert werden - so der Tenor. Das bedeutet dann weiterhin: Nur die für den Alltag nötigen Geschäfte werden geöffnet, der Einzelhandel und die Gastronomie bleiben geschlossen. Reisen sind nur aus geschäftlichen Gründen erlaubt, alle Berufstätigen sollen möglichst im Homeoffice arbeiten.

In der Welt am Sonntag sagte Niedersachsens Regierungschef Weil, es gebe bisher "keinen Grund zur Entwarnung". Deshalb gehe er von einer Fortsetzung der bisherigen Einschränkungen aus, so belastend das in vielen Bereichen auch sei. Das habe auch damit zu tun, dass es wegen der Feiertage derzeit keine hinreichend zuverlässige Datenbasis gebe.

Uneinig sind sich die Länderchefs im Umgang Schulen und Kitas. Gingen Experten noch im Herbst davon aus, dass die Einrichtungen wenig zur Beschleunigung des Infektionsgeschehens beitragen, so hat die Praxis gezeigt, dass dies so nicht stimmte. Dennoch hält beispielsweise Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin in Baden-Württemberg, an der Öffnung für Kitas und Grundschulen fest. In Thüringen sollen hingegen bis 1. Februar alle Einrichtungen geschlossen bleiben, das Land will dafür eine Notbetreuung anbieten.

Laut Robert Koch-Institut wurden von Samstag, 2.1. auf Sonntag 10.315 Neuinfektionen registriert. Allerdings wurden über Silvester, Neujahr und das sich anschließende Wochenende weniger Menschen getestet als gewöhnlich. 1,78 Mio. Menschen haben sich in Deutschland bisher mit dem Coronavirus infiziert, 34.500 Menschen sind daran gestorben. Nun hofft die Bevölkerung auf den Erfolg der Impfungen. Seit dem 27. Dezember sind fast 239.000 Menschen gegen das gefährliche Virus geimpft worden. Ein zweiter Impftermin drei Wochen nach der ersten Impfung ist jedoch nötig, damit der Schutz vollständig greift.


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