Corona-Rückschlag: Lockdown bis März liegt in...
Corona-Rückschlag

Lockdown bis März liegt in der Luft

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Plant Berlin schon eine langfristige Fortsetzung des Lockdowns?
Plant Berlin schon eine langfristige Fortsetzung des Lockdowns?

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt erschreckend hoch. Politiker äußern Pläne für einen schärferen und längeren Lockdown - bis März. Ein harter Lockdown direkt nach Weihnachten könnte ein erster Schritt sein. Zudem steht eine Änderung bei den Corona-Hilfen im Raum. Kanzleramtschef Helge Braun sagte gegenüber dem Handelsblatt: "Der Staat ist nicht unbegrenzt handlungsfähig."

Das Wochenende war wieder turbulent, was die News rund um Corona angeht. Bayern hat am 9. Dezember den Katastrophenfall ausgerufen, in Baden-Württemberg herrschen in fünf Regionen offizielle Ausgangssperren - Mannheim beispielsweise ist einer der Pandemie-Hotspots, wo der Inzidenzwert höher liegt als 200. Gerade dort musste die Polizei massiv eingreifen, weil es viele Verstöße gab. Sachsen verzeichnet fünf Mal so viele Corona-Tote wie im Frühjahr -  daher hat Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) angekündigt, über schärfere Maßnahmen zu entscheiden.

Weitere Bund-Länder-Konferenz

Obwohl das Nord-Süd-Gefälle bleibt, steigt in ganz Deutschland die Zahl der Neuinfektionen weiterhin an, die der Todesfälle ebenso. "Alle vier Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an Corona", brachte es der bayerische Ministerpräsident Markus Söder auf den Punkt.

Söder ist es auch, der auf eine weitere Bund-Länder-Konferenz noch vor Weihnachten besteht. Bereits seit Tagen mehren sich Äußerungen von Politikern, der Lockdown werde voraussichtlich bis in den März andauern. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Politik sogar auf einen harten Lockdown direkt nach Weihnachten verständigen wird. Von Kanzlerin Angela Merkel soll es laut dem Sender ntv bereits zustimmende Signale gegeben haben. Sie begrüße eine deutschlandweit härtere Gangart. Gleichzeitig hatte Kanzleramtschef Helge Braun deutlich gemacht, dass künftig Coronahilfen nicht mehr am Umsatz festgemacht werden sollen. Allerdings blieb er auch eine Antwort schuldig, wie es künftig laufen soll.

Das von der Coronakrise gebeutelte Gastgewerbe gilt laut einer Erhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln als eine der Branchen, die besonders von den sogenannten Novemberhilfen profitieren wird. Dabei sind laut Dehoga mehr als 70 Prozent der Betriebe in akuter Existenznot.
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