Hilfspaket: Coronakrise - schnelle Liquidität...
Hilfspaket

Coronakrise - schnelle Liquiditätshilfen gefordert

Beim Treffen im Bundeswirtschaftsministerium haben die Verbände weitere Vorschläge unterbreitet, um die aktuelle Krise abzufedern.

BERLIN. Vertreter von wichtigen Verbänden der Reise- und Tourismusbranche, darunter BTW, DRV, RDA, Dehoga IHA und DTV sowie die Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) sind mit dem Tourismusbeauftragen der Bundesregierung, Thomas Bareiß, zusammengekommen, um die Folgen des Coronavirus zu diskutieren. "Der runde Tisch war richtig und gut. Guido Zöllick war dort und hat gegenüber Staatssekretär Bareiß die massive Betroffenheit des Gastgewerbes eindringlich dargestellt und weitere konkrete Maßnahmen, ja Nothilfe für die Branche angemahnt", sagt DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges zur ahgz.

Dennoch blieben die Beschlüsse des Koalitionsausschusses hinter den Erwartungen des Dehoga zurück. „Die vereinbarten Maßnahmen werden nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen“, so Hartges. „Es besteht weiterer, dringender Handlungsbedarf.“ Der Verband hatte im Zuge der Krise beispielsweise auch die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie gefordert.

Diese Maßnahmen sind zugesagt

Zum einen sollen Verordnungsermächtigungen eingeführt werden, mit der die Bundesregierung die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld absenken und die Leistungen wie folgt erweitern kann:

• Absenken des Quorums der im Betrieb Beschäftigten, die vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, auf bis zu 10 Prozent

• Teilweise oder vollständiger Verzicht auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden

• Ermöglichung des Kurzarbeitergeldbezugs auch für Leiharbeitnehmer

• Vollständige Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur

Was Liquiditätshilfen angeht, wurden Verbesserungen für Betriebe in Aussicht gestellt, die besonders von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. "Vieles wird nun von der weiteren Ausgestaltung dieser Maßnahmen abhängen. Ein erster konkreter Entwurf ist für Mittwoch angekündigt", so der Verband.

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Inwieweit sich das Urlaubsreiseverhalten nun ändert, kann aus Sicht der Deutschen Zentrale für Tourismus "jetzt noch nicht beurteilt werden". Ein erster Indikator für den Deutschlandtourismus werden die Osterferien sein, die jetzt vor der Tür stehen. Damit beginnt im Inland traditionell die Zeit für Kurzurlaube und Tagesausflüge. DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz unterstrich bei dem Treffen: "Es sind jetzt rasche Liquiditätshilfen nötig." lef



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