Coronakrise: Dehoga Hessen startet Aktion „Br...
Coronakrise

Dehoga Hessen startet Aktion „Broken Heart 2022“

Dehoga Hessen
Zeigt Flagge bei der Broken-Heart-Aktion: Das Hotel am Schloss in Fulda
Zeigt Flagge bei der Broken-Heart-Aktion: Das Hotel am Schloss in Fulda

Seit dieser Woche sind in Hessen die Corona-Regeln im Handel gelockert worden: Statt 2G reicht es im Einzelhandel nun aus, eine FFP2-Maske zu tragen. Dass das Gastgewerbe in Bezug auf diese Lockerungen erneut vergessen wurde, will der Dehoga Hessen nicht länger hinnehmen. Deshalb hat der Landesverband nun die Aktion „Broken Heart 2022“ initiiert.

„Die gastgewerblichen Betriebe sagen hier und jetzt: Stopp!“, heißt es seitens des Dehoga Hessen. Deutlich gemacht werden soll dieses „Stopp“ mit einer Gemeinschaftsaktion der hessischen Gastgeber, bei der die Betriebe im Zeitraum 12. bis 15. Februar in roter Farbe beleuchtet werden sollen.


Außerdem wollen die beteiligten Gastronomen und Hotelier im Zuge der Aktion ihre regionalen Landtags- und Bundestagsabgeordneten in Vorbereitung der Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar ansprechen beziehungsweise anschreiben. Das Ziel: „Die Mandatsträger sollen verstehen: Wenn das Gastgewerbe ausblutet, bricht‘s dem Ort das Herz“, so der Dehoga Hessen, der zugleich im Rahmen einer Mitgliederumfrage die wichtigsten Forderungen an die Politik erfasst hat.
Gebrochenes Herz: Das Logo zur Aktion des Dehoga Hessen
Dehoga Hessen
Gebrochenes Herz: Das Logo zur Aktion des Dehoga Hessen

Laut Dehoga Hessen ist der Unmut nach zwei Jahren Ausnahmezustand im Gastgewerbe groß, Existenzen und Arbeitsplätze in Gefahr. Das langsame Sterben der Betriebe müsse ein Ende haben. Allein 18.000 Betriebe mit rund 160.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern machen das hessische Gastgewerbe aus.

Die Forderungen des Dehoga Hessen an die Politik
  1. Perspektive: Das Gastgewerbe erwartet von der Politik in Bund und Land jetzt keine öffentlichen Überbietungswettkämpfe und Kontroversen zu Lockerungen oder Absagen daran, sondern einen einheitlich verabredeten, verantwortungsvollen und verständlich erklärten Kurs hinein ins Frühjahr.
  2. Die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung auf Speisen wäre jetzt nicht nur ein Mut machendes Signal und ein Zeichen der Wertschätzung, sondern eine Maßnahme, die die Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärkt.
  3. 50 Prozent der Betriebe müssen Kurzarbeit anmelden und ab April die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe zahlen. Zum Erhalt und der Sicherung der Arbeitsplätze benötigen die Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar aber die volle Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge. Seit dem 1. Januar werden diese nur zu 50 Prozent erstattet und belasten jetzt schon zusätzlich unsere hart getroffenen Betriebe.
  4. Nach Abschaffung der 2G-Regel im Handel: Abschaffung aller Einschränkungen und Einführung von 3G in der Innengastronomie und der Hotellerie sowie keine Beschränkungen in der Außengastronomie.
  5. Dringende Nachbesserung bei den Wirtschaftshilfen: 52 Prozent Umsatzverlust allein im Januar 2022 und reduzierte Wirtschaftshilfen, die die Fixkosten nicht mehr vollständig abdecken. Erhöhung des Eigenkapitalzuschusses bei der Überbrückungshilfe!
  6. Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Getränke.

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