Coronakrise: „Gastgewerbe kocht vor Wut“: Deh...
Coronakrise

„Gastgewerbe kocht vor Wut“: Dehoga will vor Mainzer Landtag demonstrieren

Dehoga Rheinland-Pfalz
Kämpferisch: Dehoga-Landespräsident Gereon Haumann
Kämpferisch: Dehoga-Landespräsident Gereon Haumann

Der Branchenverband hält die 2Gplus-Regel für nicht verhältnismäßig und geht dagegen vor.

Der Dehoga Rheinland-Pfalz plant für Dienstag eine Demonstration vor dem rheinland-pfälzischen Landtag in Mainz. Sie richtet sich gegen eine zusätzliche Testpflicht für Geimpfte und Genesene bei Hotel- und Restaurantbesuchen. Das Motto lautet: „Sicher 2G für alle. Das Gastgewerbe kocht vor Wut. Jetzt reichts!“

"Betriebe werden zum Fort Knox"

Die Einführung der 2Gplus-Regel unter anderem für Hotels und die Gastronomie in der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember sei weder geeignet, um eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden noch verhältnismäßig, sagte der Präsident des Landesverbands, Gereon Haumann, der ahgz. „Unsere Betriebe werden damit zum Fort Knox. Die Existenz von 12.500 Betrieben mit 150.000 Beschäftigten steht auf dem Spiel.“ Hotels und Restaurants seien keine Pandemietreiber. Das sei in mehreren Untersuchungen nachgewiesen. Der Verband setze sich für 2G ein.

„Die Existenz von 12.500 Betrieben mit 150.000 Beschäftigten steht auf dem Spiel.“
Gereon Haumann, Präsident Dehoga Rheinland-Pfalz
Der Dehoga erwartet mehr als 150 Teilnehmer zur Demonstration, die eine Woche vor der letzten Kabinettsitzung des Jahres in Rheinland-Pfalz stattfindet. Auf der Versammlung soll die 2G-Regel gelten. Haumann kritisierte, viele Restaurantbesucher wanderten in Nachbarbundesländer ab, da es dort keine zusätzliche Testpflicht gebe. Das könne auch nicht im Sinne der Landesregierung sein.

"Impfaktionen weiter ausbauen"

Für das hohe Belastungspotenzial in den Krankenhäusern sind laut Dehoga vor allem Ungeimpfte verantwortlich. Deshalb müssten die Anstrengungen zum Impfen weiter erhöht werden, auch der Dehoga habe sich an mehreren Impfaktionen beteiligt.

"Wir geben nicht auf"

Haumann betonte: „Ich lade alle ein dabei zu sein, um der Politik und der Öffentlichkeit zu zeigen: Wir sind noch da, wir geben nicht auf. Wir wehren uns aber gegen weitere Beschränkungen. Das plus bei 2Gplus muss weg.“

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