Coronakrise

Mehrere Bundesländer mit neuen Regeln

IMAGO / Steinach
2G-Regel: Sie wird in vielen Bundesländern Pflicht
2G-Regel: Sie wird in vielen Bundesländern Pflicht

Nach der Verabschiedung des neuen Infektionsschutzgesetzes und der Bund-Länder-Runde vom 18. November passen mehrere Länder ihre Regeln an. Grundlage für strengere Maßnahmen ist die Hospitalisierungsinzidenz, die Zahl der neuen Corona-Patienten in Krankenhäusern auf 100.000 Bewohner pro Woche. Einige Länder gehen allerdings noch über die beschlossenen Maßnahmen hinaus. Eine Momentaufnahme.

Baden-Württemberg

Baden-Württemberg arbeitet an einer neuen Corona-Verordnung, die ab dem 24. November in Kraft treten soll. Sie sieht deutlich schärfere Einschränkungen vor allem für jüngere Ungeimpfte vor. Die grün-schwarze Landesregierung plant die 2G-Regel  für 12- bis 17-Jährige einzuführen. Es soll jedoch eine Übergangsregel für den Freizeitbereich wie Sport- und Bildungsangebote geben, die bis nach den Weihnachtsferien gelten soll. Momentan gilt im Bundesland die sogenannte "Alarmstufe", die für Gastronomie (in Innenräumen) und Hotellerie 2G zwingend vorschreibt. In drei Landkreisen mit besonders hoher Inzidenz gilt ab sofort eine Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte. Im Schwarzwald-Baar-Kreis, dem Ostalbkreis und dem Landkreis Biberach dürfen Nichtgeimpfte die Wohnung dann zwischen 21 Uhr und 5 Uhr nur noch aus triftigen Gründen verlassen. Weihnachtsmärkte bleiben zur Zeit noch offen, zum Teil unter 2G-Regeln.

Bayern

Ministerpräsident Markus Söder kündigte bereits am Freitag, den 19. November, deutlich härtere Regeln für den Freistaat an. Konkret: Weihnachtsmärkte werden abgesagt, Schankwirtschaften, Clubs, Diskotheken und Bordelle schließen. Für sonstige Gastronomie und Hotellerie gilt zunächst die 2G-Regel. Es gilt eine allgemeine Sperrstunde für alle ab 22 Uhr. Ungeimpfte bekommen weitere Kontaktbeschränkungen auferlegt. Für Sport- und Kulturveranstaltungen sowie Freizeiteinrichtungen und Messen gilt die 2G-Plus-Regel, Großveranstaltungen dürfen nur mit 25 Prozent Auslastung gefahren werden. In Landkreisen mit Inzidenzen über 1000 droht zudem ein weiterführender Lockdown mit Schließungen und Absagen von Veranstaltungen aber auch gastgewerblicher Betriebe. Die neuen Maßnahmen solllen am 23. November beschlossen werden und bereits am Mittwoch, den 24. September in Kraft treten.

Hamburg

Seit dem 20. November gilt die 2G-Regelung für Gastronomie, Bars, Clubs, Discos, körpernahe Dienstleister, Sport in geschlossenen Räumen sowie Freizeitchöre und Orchester. Nur Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten, sind von der 2G-Regel ausgenommen.

Hessen

Das hessische Corona-Kabinett hat die Corona-Verordnung verschärft, sie tritt ab dem 25.11. in Kraft. Die Regeln orientieren sich eng an den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz, mit der Hospitalisierungsrate (in Hessen 4,2 am 22.11.) als Entscheidungsgrundlage. Ab einer Hospitalisierungsrate von 3,0 greift die 2G-Regelung bei Veranstaltungen in Innenräumen, in Gaststätten, Hotels und bei körpernahen Dienstleistungen. Ausnahme: Berufliche Übernachtungen in Hotels, hier ist ein 3G-Nachweis ausreichend. Ausgenommen von 2G sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Für Diskotheken und Bars gilt in Innenräumen 2G-Plus, geimpft oder genesen plus negativer Antigen-Test. Bei weiterem Anstieg der Hospitalisierungsrate (über 6) sieht die Verordnung 2G-Plus für "Orten mit hoher Infektionsgefahr" vor. Weihnachtsmärkte bleiben zur Zeit noch offen, zum Teil unter 2G-Regeln.

Rheinland-Pfalz

Ab Mittwoch gilt künftig die 2G-Regel flächendeckend etwa bei Veranstaltungen, in der Gastronomie, beim Friseur oder in Hotels - also Zutritt nur für Genesene oder Geimpfte. Ausnahmen gibt es für Kinder und Jugendliche. Steigt die Hospitalisierungsinzidenz über 6, sollen etwa in Discos und Bars 2G-Plus gelten.

Saarland

Die neue Verordnung des Saarlandes trat bereits am 20. November in Kraft. In vielen Bereichen gilt flächendeckend 2G: Hotelübernachtungen sind nur unter Einhaltung der 2G-Regel möglich, in der Gastronomie gilt 2G. Mit einer Ausnahme: die Abholung von Speisen ist ohne 2G, aber dann mit Maske möglich. In Clubs und Diskotheken gilt 2G-Plus. Veranstaltungen (auch Weihnachtsmärkte) dürfen momentan noch entweder mit 3G oder Maskenpflicht stattfinden.

Sachsen

Das besonders schwer betroffene Bundesland reagiert mit einer neuen Corona-Verordnung, die vom 22. November zunächst bis 12. Dezember gilt. Für Gastronomie bedeutet das vor allem flächendeckend 2G, zudem werden die Öffnungszeiten auf 6 bis 20 Uhr begrenzt. Ausnahmen gibt es etwa für nicht öffentliche Betriebsrestaurants. Dazu bleiben sämtliche Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Diskotheken, Clubs und Bars, Spielhallen, Wettbüros geschlossen. Touristische Reisen sind untersagt. Für Geschäftsreisende dürfen Hotels öffnen.  Sämtliche Veranstaltungen, Messen, Feste und landestypischer Veranstaltungen – Weihnachtsmärkte eingeschlossen – dürfen nicht abgehalten werden. In Hotspots mit hoher Inzidenz gibt es Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein verschärft ab dem 22. November. In Innenräumen von Freizeitveranstaltungen oder Restaurants gilt ab nächster Woche die 2G-Regel (geimpft, genesen). Bei beruflichen Veranstaltungen und Jugendlichen greift hingegen die 3G-Regel. Kleinkinder und minderjährige Schüler, die regelmäßig getestet werden, sind von der Regelung ausgenommen.

Anm. d. Redaktion: Diese Zusammenstellung deckt nicht alle Teilbereiche und Bundesländer ab. Die Verordnungen Ihres Bundeslands finden Sie auf den Websites der jeweiligen Bundesländer. Der Dehoga stellt die neuesten Regeln zudem auf www.dehoga-corona.de zusammen.
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