Coronakrise: Österreich führt landesweit 2G-R...
Coronakrise

Österreich führt landesweit 2G-Regel ein

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Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein verkünden neue Maßnahmen.
Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein verkünden neue Maßnahmen.

Die österreichische Regierung erhöht in der Coronakrise den Druck auf Ungeimpfte und führt landesweit die 2G-Regel ein. Ab dem 8. November haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu einer Vielzahl von Einrichtungen, darunter Hotels und Restaurants.

Wer keine Impfung oder Genesenenstatus nachweisen kann, darf nicht mehr ins Restaurant, zum Friseur oder zu einer Veranstaltung (ab 25 Personen). Auch für Tourismusbetriebe gibt es dann nur noch nach der 2G-Regel Zutritt. "Wir werden die Zügel für die Ungeimpften straffer ziehen müssen", sagte der österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP).

Um mehr Menschen zur Erstimpfung zu bewegen, gilt zunächst eine vierwöchige Übergangsfrist. In dieser gilt die erste Impfung in Verbindung mit einem PCR-Test als Zugangsberechtigung analog zu 2G. Danach muss man vollständig geimpft oder im vergangenen halben Jahr genesen sein. Um die Bürger zur Auffrischungsimpfung zu bewegen, ist ein Impfnachweis auch nach der zweiten Impfung zudem nur mehr neun Monate gültig.

In Österreich muss zudem ab dem 8. November unter anderem im gesamten Handel, sowie in Bibliotheken und Museen eine FFP2-Maske getragen werden.

Infektionen nähern sich Rekordstand

Das österreichische Gesundheitsministerium meldete zuletzt 9.388 Neuinfektionen an einem Tag und nähert sich damit einem neuen Höchststand in der Pandemie. Am 5. November wurden 1.831 Covid-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 356 auf Intensivstationen."Die Dynamik ist außergewöhnlich, und die Belegungen in den Intensivbetten steigen deutlich schneller als erwartet", sagte Schallenberg.  

Am Montag erwartet die Regierung bereits mehr als 400 Patienten in Intensivbetreuung. Das sind 20 Prozent der Kapazitäten in Österreich. Ursprünglich wollte die Regierung schärfere Maßnahmen erst ab einer Belegung von 500 Intensivbetten einführen. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sagte, dieser Schwellenwert werde ebenfalls bald überschritten sein.

Auch sächsische Regierung bestätigt 2G-Regel

In Deutschland bestätigte die sächsische Regierung am 5. November zudem die bereits angekündigte verpflichtende 2G-Regel für das gesamte Bundesland. Ab dem 8. November haben Ungeimpfte keinen Zugang zu Innenräumen von Gaststätten sowie zu anderen Veranstaltungen in Innenbereichen. 

Das Landeskabinett beschloss dazu eine neue Corona-Verordnung, die bis zum 25. November gilt. Kinder und Jugendliche sowie Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, sollen demnach von einer verschärften Regelung weiter ausgenommen sein. 

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