Coronakrise: Schweiz kündigt Lockdown an
Coronakrise

Schweiz kündigt Lockdown an

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Kampf gegen Corona: Die Schweiz geht zur Eindämmung der Corona-Infektionen nun in den Lockdown
Kampf gegen Corona: Die Schweiz geht zur Eindämmung der Corona-Infektionen nun in den Lockdown

Die Schweiz geht ab dem 18. Januar in den Lockdown. Dann müssen auch alle Geschäfte des nicht-täglichen Bedarfs schließen. Zudem wird eine Homeoffice-Pflicht eingeführt wo immer das möglich ist. Restaurants bleiben bis Ende Februar zu.

Gleichzeitig hat der Bundesrat entscheidende Lockerungen bei der Härtefall-Regelung und höhere A-fonds-perdu-Beiträge beschlossen - darunter sind finanzielle Hilfen zu verstehen, auf deren Rückzahlung die öffentliche Hand von vornherein verzichtet. Die Lockerungen bei den Voraussetzungen für die Härtefall-Regelung gelten für Betriebe im Lockdown und damit auch für die Gastronomie. Die betroffenen Unternehmen erhalten damit maximal 20 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes 2019 und 2018. "Diese Lösung hilft vielen, insbesondere stark betroffenen Betrieben", sagt Casimir Platzer, Präsident von GastroSuisse. Damit könne zumindest ein Teil der Fixkosten gedeckt werden.

Gleichzeitig wurde laut GastroSuisse die Umsatzverlust-Schwelle für die anderen ebenfalls stark betroffenen Betriebe auf 40 Prozent belassen, obwohl viele Kantone eine Senkung dieser Schwelle auf 20 Prozent verlangt hatten. "Das heisst, dass Beherbergungsbetriebe nicht automatisch als Härtefälle gelten", bedauert Platzer. Und diese benötigen ebenso dringend finanzielle Hilfe. "Zumindest aber hat der Bundesrat mit seinem heutigen Entscheid den Ernst der Lage erkannt", sagt Platzer.

Der verlängerte Lockdown bedeutet weitere sechs Wochen Berufsverbot für das Gastgewerbe. Entscheidend sei nun, wie schnell die Härtefallgelder ausbezahlt werden. Zudem sei festgestellt worden, dass 2,5 Milliarden Franken an Hilfen nicht ausreichen. Platzer betont: "Es ist noch nicht absehbar, wie viele Betriebe vor dem Untergang gerettet werden und ob mit dem heutigen Entscheid eine dritte Kündigungswelle verhindert werden kann."

Bereits seit dem 22. Dezember sind die Restaurants und Bars in der Schweiz geschlossen. Schon zuvor galten strenge Einschränkungen für die Gastgeber. Laut einer aktuellen Einschätzung des Verbandes GastroSuisse droht der Hälfte der Betriebe im Gastgewerbe bis Ende März 2021 das Aus, sollte nicht schnellstes finanzielle Unterstützung auf den Weg gebracht werden und bei den Unternehmen ankommen (ahgz.de berichtete).

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